Mitglied inaktiv
Hallo, Herr Dr. Bluni! Hatte in den letzten 6 Monaten leider 2 Fehlgeburten jeweils in der 10. bzw. 11.ssw(die letzte Anfang September). Zur Regulierung meines Hormanhaushalts nach den FG's nehme ich Agnus Castus Stada. Meine erste Frage: Wie lange soll ich warten, bis ich wieder schwanger werden kann? Würde schon gern relativ kurzfristig wieder versuchen schwanger zu werden, zumal ich bereits 38 bin. Da die FG's vermutlich durch eine Gelbkörperhormonschwäche ausgelöst wurden, empfiehlt mein FA bei Eintritt einer erneuten Schwangerschaft Utrogest anzuwenden. Kann ich parallel zu Agnus Castus Stada auch Utrogest zur Unterstützung/Vorbeugung schon vorher nehmen, bevor ich weiss ob ich schwanger geworden bin? Vielen Dank für Ihre Antwort!
hallo, 1. entgegen häufigen Empfehlungen Wartezeit von 3-4 Monaten einhalten, ist nach der Durchsicht der hierzu vorliegenden Literatur davon auszugehen, dass der zeitliche Abstand allein keine Einflußgröße für die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Fehlgeburt darstellt. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufs liegt nach einer Fehlgeburt bei etwa 85-90 Prozent. Nicht nur aus organischer, sondern sicher auch aus psychologischer Sicht Trauerreaktion und erneuter Kinderwunsch scheint es sinnvoller zu sein, nach einer frühen Fehlgbeburt - bis auf einige Ausnahmefälle - auf ein vorgegebenes Zeitintervall bis zu einer erneuten Schwangerschaft zu verzichten. Da es häufig aber eh etwa 2-3 Zyklen -und manchmal auch mehr - bis zur nächsten Schwangerschaft dauert, erübrigt sich diese Diskussion um die Wartezeit aber eigentlich. 2. die Gelbkörperschwäche ist in den allermeisten Fällen nicht die Ursache einer frühen Fehlgeburt. Dieses sind genetische Ursachen, die sich nicht beeinflussen lassen. Nach gehäuften Fehlgeburten (3 und mehr) kann eine weiterführende Untersuchung sinnvoll sein, wobei hier dann auch u.a. nach Gerinnungsstörungen geschaut wird. 2.eine rein prophylaktische Gabe eines Gelbkörperhormons, in der Absicht, eine frühe Fehlgeburt zu verhindern, ist in aller Regel nicht indiziert. Auch, wenn es nach wie vor häufig so gehandhabt wird, gibt es für den Sinn dieses Vorgehens keine harten wissenschaftlich bewiesenen Daten ("evidence based"), die das rechtfertigen würden. Allerdings ist dieses im Rahmen der Maßnahmen einer künstlichen Befruchtung sicher anders zu betrachten. 4. Mönchspfeffer kann zur Zyklusregulierung eingenommen werden. Mit Bekannwerden der Schwangerschaft sollte dieses aber abgesetzt werden. VB
Mitglied inaktiv
Noch'ne kurze Anmerkung. Wir haben bereits Sohn, er wurde im November 2004 per Kaiserschnitt entbunden.