Lieber Dr. Karle, Ich versuche, meine Situation kurz zusammenzufassen: Ich habe vor 2 Monaten die Pille abgesetzt und nach der ersten Periode mit LH Tests gearbeitet. Alle waren negativ. Ich habe herausgefunden, dass es anscheinend normal ist nach dem absetzen unregelmäßige und auch mal anovulatorische Zyklen zu haben. Nach 34 Tagen habe ich auch einen Schwangerschaftstest gemacht, der negativ war. An diesem Tag hatten wir dann eine kleine Feier und ich habe ca. 3-4 Gläser Wein getrunken. Da ich mir zu dem Zeitpunkt absolut sicher war, dass mein Zyklus einfach völlig durch den Wind ist und ich keinen Eisprung hatte, habe ich vier Tage später auch mit Freunden mit ca. 2 Gläsern Sekt auf einen Meilenstein angestoßen. Am Tag danach fingen meine Brüste an zu spannen. Als ich drei Tage später immer noch keine Periode hatte, habe ich dann nochmal getestet und hatte dann den ganz leicht positiven Schwangerschafts-Test in der Hand. Seitdem mache ich mir unglaubliche Vorwürfe – kann kaum noch schlafen, geschweige denn essen. Ich bekomme einfach nicht in meinen Kopf, dass ich so leichtfertig sein konnte. Ich habe mir dann direkt einen Termin bei der Frauenärztin gemacht. Mir wurde Blut abgenommen und ein Ultraschall gemacht. Im Ultraschall war noch nichts zu erkennen. Drei Tag später war ich nochmal da zum Blut abnehmen. Durch die HCG Werte und die Ultraschall-Erlebnisse komme ich zu folgendem Rückschluss: - ES+6/7: Negativer Schwangerschaftstest + 3-4 Gläser Wein - ES+10/11: 2 Gläser Sekt - ES+13/14: Positiver Schwangerschaftstest - ES+15/16: HCG Blutwert 185 - ES+19/20: HCG Blutwert 745 Daher habe ich folgende Fragen: 1. Wie schlimm ist der Alkoholkonsum an Tag ES+6/7 und ES+10/11 für den Embryo? 2. Man liest über das Alles-oder-Nichts Prinzip welches bis 14 Tage nach der Befruchtung dauert, aber andere Seiten sagen auch, dass die Einnistung nach 5-10 Tagen abgeschlossen und der Embryo dann bereits mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden ist - was ist hier nach aktuellem Wissensstand richtig? 2. Stimmt es, dass die Zellen anfangs "pluripotent" sind und daher geschädigte Zellen ersetzt werden können? Oder ist diese Einschätzung veraltet? 3. Wenn der Embryo schon verbunden war, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu bleibenden Schäden kommt, die nicht zu einem Abgang führen?  4. Was sind das für Schäden? Nervensystem? Organe? Gehirn? Was ist mit dem FAS Alkoholsyndrom?   Mir ist bewusst, dass man in dem Fall nichts zu 100% ausschließen kann aber eine Einordnung würde mir einfach unglaublich helfen! Vielen Dank im Voraus!