Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

schmerzliche Untersuchung bei Überfälligkeit

Frage: schmerzliche Untersuchung bei Überfälligkeit

Mitglied inaktiv

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hallo , ich habe wohl eine dringende frage.ich bin seid 5 tagen über dem geburtstermin.mein muttermund hat sich 2fingerbreit geöffnet und alle anderen wertde sind auch sehr gut. nur habe ich noch keine wehen!. jetzt nuss ich aber alle 2 taGE zu meinem FA zur U.das währe auch kein problem, wenn er nicht meinen Muttermund und das fruchtwasser mituntersuchen müsste, denn gerade das schlägt mir stark auf den kreislauf!!! habe es ihm gesagt, aber er meint ermüsste es tun.ich finde es zwar gut, das er so vorsichtig u. gründlich ist , aber ein 3mal halte ich diese M u. F Untersuchung nicht aus. Ist es denn wirklich notwendig ? Und kann ich nicht selber etwas leisten, damit sich meine wehen kommen ??? vielen dank


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Angie, zur Frage der Notwendigkeit einer Amnioskopie (Fruchtwasserspiegelung zur Beurteilung der Farbe des Fruchtwassers und damit Zustandsbeurteilung des Kindes) kann man meines Erachtens einen Absatz aus einem sehr aktuellen Lehrbuch der Frauenheilkunde zitieren, dem so nichts mehr hinzuzufügen ist: Die Autoren sagen, dass es aus ihrerer Sicht vor dem errechneten Entbindungstermin keine Indikation zur Durchführung einer Amnioskopie gibt Die von Saling (1966) empfohlene Amnioskopie sei ihres Erachtens geeignet zur Beurteilung des fetalen Zustands bei rechnerischer Übertragung. Diese Technik ist allerdings inzwischen weitgehend durch den Oxytocin-Belastungstest, die Kine-Kardiotokographie (Schreiben des CTG bei Bewegung der Mutter) und die Ultraschall-Dopplertechnik abgelöst worden "Dunkel verfärbtes Fruchtwasser ist ein unspezifisches Hinweiszeichen auf eine nicht näher quantifizierbare, abgelaufene intrauterine (in der Gebärmutter) Notsituation des Feten. Die Amnioskopie ist ein historisches Verfahren, das von uns nicht mehr eingesetzt wird." (aus "Frauenheilkunde", Urban & Fischer-Verlag, 2. Auflage,2001, Feigel, Rempen, Würfel, Jawny, Caffier, Seite 281) VB


Mitglied inaktiv

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Eine Fruchwasseruntersuchung (Amnioskopie) ist veraltet, weil wenig aussagekräftig, die solltest Du gar nicht machen lassen. Die Untersuchung des Muttermundes würde ich ebenfalls verweigern: was soll das bringen? Nur um ev. zu hören: "der Befund hat sich nicht geändert" oder "der Muttermund ist ein wenig weiter auf"? Das hat doch keinerlei Konsequenzen; Du wirst höchstwahrscheinlich in den nächsten Tagen Wehen bekommen und damit auch Dein Baby. Mit häufigen Untersuchungen steigt auch die Infektionsgefahr, und das möchte ja eigentlich niemand. Viel wichtiger sind regelmäßige CTG-Kontrollen und bei Terminüberschreitung von mehr als 10 Tagen ein Belastungstest.


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