Mitglied inaktiv
2002 und 2004 hatte ich eine Sectio..beidemale Geburtstillstand nach unregelmäßige Wehen und der Muttermund ging nur 2 cm auf. Jetzt bin ich in der 33 SSW und habe mich schon in unzählingen Kliniken in der Region vorgestellt. Alle meinen das ein geplanter KS unumgänglich ist? Aber warum? Die Narbe wurde auf 9,7 mm gemessen...die ist doch dick genung oder? Und ich weiss das mann den Druck der Wehen auch innerlich messen kann , wäre das nicht eine möglich ? Sollte ich es noch in einer anderen Klinik versuchen oder muss ich mein Traum nach einer normalen Entbindung begraben?
hallo Isabel, 1. zu beantworten sind bei der Frage, ob bei einer Folgeschwangerschaft erneut ein Kaiserschnitt erfolgt, die folgenden Fragen: 1.warum wurde der Kaiserschnitt gemacht? Wie war der Geburts-und Wehenverlauf? 2. Gibt es bei der folgenden Schwangerschaft besondere, geburtshilfliche Risiken bei der Frau und während der Schwangerschaft? 3. Wie schwer ist das folgende Kind ungefähr bei Geburt? Dieses sollte um die 36. SSW durch Untersuchung und US abgeschätzt werden. 4. Wie sind die Bedürfnisse der Eltern hinsichtlich des Entbindungsmodus? 5. Was empfehlen Frauenarzt/ärztin und die Entbindungsklinik den Eltern? Generell ist es wohl sicher den meisten Fällen möglich, eine vaginale Entbindung spontan, per Saugglocke oder Zange auch nach einem Kaiserschnitt durchzuführen, ohne, dass hier Probleme entstehen. Einen Automatismus: "einmal Kaiserschnitt immer Kaiserschnitt" gibt es nicht. Dieses sollte aber in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und der Entbindungsklinik entschieden werden, wo die Frau sich eigentlich immer vor der Geburt vorstellen sollte und nach einem Kaiserschnitt vielleicht noch mehr, um über die Vor-und Nachteile und auch die möglichen Risiken des ein oder anderen Vorgehens zu sprechen. 2. sicher scheint nach der Vorgeschichte: 2x Kaiserschnitt wegen Missverhältnis oder Geburtsstillstand, die Wahrscheinlichkeit einer normalen ENtbindung bei einer 3. Schwangerschaft schon extrem gering zu sein. 3. die Dicke der Gebärmutterwand in der Schwangerschaft sagt nichts aus über die Situation, die unter der Geburt eintritt. VB VB
Mitglied inaktiv
Hallo Isabel, ich habe gerade gegoogelt, vielleicht hilft dir dieser Threat ein wenig weiter? http://www.kaiserschnitt.ch/dasforum/viewtopic.php?t=20 Ich denke, es kommt sehr darauf an, aus welchem Grund die KS gemacht wurden. Wenn es bei dir 2x so war, dass sie wegen Geburtsstillstand gemacht wurden ist die Wahrscheinlichkeit ja groß, dass es beim dritten auch so wird. Das Problem ist, dass sie Ärzte auch bei vornagegangenen Sectiones nur sehr sparsam mit Wehenmitteln umgehen können - eben wegen der Gefahr einer Uterusruptur. Und - je größer die Narbe ist, desto größer ist soweit ich weiss auch die Gefahr einer Ruptur, denn der Widerstand, den die Narbe bildet, ist dadurch ja auch größer. Ich persönlich habe (als Unbeteiligte) schonmal eine drohende Ruptur miterlebt und das war absolut nicht schön. Letzten Endes würde das ganze mit der Zange beendet, was man ja auch nicht unbedingt als schönes Geburtserlebnis bezeichnen kann. Ich würde an deiner Stelle das Risiko nicht eingehen, sondern versuchen, den KS so schön wie möglich zu gestalten. Mit eigener Hebamme und einem "Plan", wie es möglichst ablaufen sollte (Kind direkt zum Vater, KS mit Spinale, möglichst bald anlegen dürfen - oder was du dir sonst so wünschst) Alles Gute! Silke
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