Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, ich weiß, dass es schon viele Einträge zum Thema Listeriose gibt, allerdings habe ich noch keinen gefunden, der meine Frage so richtig beantworten konnte. Kurz zur Vorgeschichte: Ich bin aktuell in der 18. SSW und wurde 4 Tage stationär im Krankenhaus behandelt bzw. untersucht, nachdem wie aus dem Nichts linksseitige Taubheitsgefühle aufgetreten waren. Nach einer umfassenden Diagnostik, in der unter anderem eine Sinusvenenthrombose und eine Hirnblutung mittels MRT ausgeschlossen wurden, blieb eine isolierte Migräneaura als "wahrscheinliche" Ursache übrig. Gestern wurde ich nun endlich wieder entlassen. Leider gab es, während ich meine Sachen für die Entlassung packte, einen ziemlichen Schreckmoment für mich, der noch immer anhält: Ich bekam durch ein Gespräch unter zwei Ärzten zufällig mit, dass es einen bestätigten Listeriose-Fall auf der Station gibt. Leider habe ich nicht sicher verstanden, ob meine Zimmernachbarin die betroffene Patientin war. Natürlich habe ich während meines Aufenthalts auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen geachtet. Allerdings bin ich nun sehr verunsichert und ängstlich, ob ich mich dennoch mit Listeriose angesteckt haben könnte. Das Badezimmer und die Toilette, die natürlich auch von anderen Patienten (und meiner Zimmernachbarin) benutzt wurden, lagen außerhalb des Zimmers, sodass ich nach jedem Toiletten- bzw. Badgang wieder Türklinken berühren musste, um zurück ins Zimmer zu kommen. Hierdurch waren meine Hände natürlich vor dem Essen nie unmittelbar gewaschen, es gab immer einen Kontakt mit potenziell kontaminierten Gegenständen zwischen Toiletten-/Badgang und Essen. 1) Kann es sein, dass ich mich durch eine Schmierinfektion (z. B. Keime an der Türklinke --> Keime an der Hand --> Keime am Essen --> Keime oral aufgenommen über die Nahrung) mit Listeriose angesteckt habe? Immerhin scheidet die an Listeriose erkrankte Person ja auch Listerien aus, mit denen ich über Umwege in Berührung gekommen sein könnte. Ich habe bislang keine Symptome, aber soweit ich weiß, verläuft eine Listeriose bei Schwangeren häufig ohne Symptome/mit nur milden Symptomen. Hinzu kommt, dass ich gerade unter einer starken Erkältung leide, sodass mein Immunsystem zusätzlich zur Schwangerschaft möglicherweise durchaus geschwächt war/ist. (Die Erkältung bestand bereits vor dem Krankenhausaufenthalt.) Meine Frauenärztin erklärte mir heute am Telefon auf Nachfrage, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, da eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht möglich sei. Allerdings habe ich mehrfach gelesen, dass dies durchaus passieren könne, auch im Sinne einer "Krankenhausinfektion", da erkrankte Personen die Erreger einige Zeit ausscheiden. 2) a)Sollte ich sicherheitshalber einen Erreger-Nachweis durchführen lassen? b) Wenn ja, wann wäre dann der geeignete Zeitpunkt dafür, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten? c) Welches "Material" (Blut, Kot etc.) eignet sich am besten zum Nachweis? Ich habe sehr große Angst davor, dass eine mögliche Listeriose nicht oder erst zu spät festgestellt werden und ich mein Kind dadurch gefährden könnte und hoffe, Sie können etwas Licht ins Dunkel bringen. Für Ihre Antwort und Ihre wertvolle Arbeit hier im Forum danke ich Ihnen schon jetzt.
Hallo, ehrlich gesagt halte ich solche Vorstellungen doch für gelinde ausgedrückt, etwas überzogen. Leider ist dieses aber insbesondere mit dem Medium Internet zum Normalvorgang geworden. In unserer Stichwortsuche finden Sie unter dem entsprechenden Stichwort hilfreiche Informationen zu möglichen Infektionsquellen. Prinzipiell werden wir für die persönliche Situation natürlich jegliches Restrisiko des täglichen Lebens natürlich nie ausschließen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Liebe Grüße VB
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