Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kaiserschnitt

Frage: Kaiserschnitt

Mitglied inaktiv

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Hallo, Mal eine Frage ich und mein Freund würden gerne, das unsre Tochter am 05.05.05 auf die Welt kommt. (Geburtstermin ist zwischen dem 14 und 16.05.05) Nun ist meine Frage ob man ein Wunschkaiserschnitt machen lassen kann, da die Uroma unserer kleinen am 05.05.05 Geburtstag hat und sich wünscht mit Ihr zusammen Geburtstag zu haben. Ist es möglich ein Wunschkaiserschnitt machen zu lassen??? Danke


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, was den Wunsch nach einem primären Kaiserschnitt angeht, steht man dem unter Beachtung der notwendigen Aufklärung immer offener gegenüber und noch wird dieses wohl auch durch die Krankenkassen (noch) stillschweigend geduldet. Und dieses auch bei doch deutlich höheren Kosten gegenüber einer Spontangeburt und zu Lasten der anderen Beitragszahler(innen) einer Krankenversicherung. Jedoch gibt es hier seitens der Versicherungswirtschaft auch noch keine klare Leitlinie. Was den planmäßigen Kaiserschnitt auf Wunsch angeht, der ohne eindeutige Indikation anstatt einer Spontanentbindung erfolgen soll, kann man dazu folgendes ausführen: Ein solcher Wunsch ist nicht verwerflich, und in der letzten Zeit ist diese Frage und dieses Bedürfnis der Frauen in der Fachwelt ein häufig diskutiertes Thema. Die Wunschsectio ist strafrechtlich und zivilrechtlich trotz fehlender medizinischer Indikation bei ordnungsgemäßer, intensiver Aufklärung der Schwangeren nicht sittenwidrig und daher rechtmäßig. Zu dieser Aussage gelangte Prof. Klaus Ulsenheimer in seinem Beitrag zur rechtlichen Würdigung eines solchen medizinisch nicht indizierten Eingriffs auf der gemeinsamen Tagung der bayerischen und österreichischen Frauenärzte in München. Dabei sind allerdings besonders hohe Ansprüche an die Einsichtsfähigkeit der Schwangeren zu stellen, weil es sich hier zunächst um eine nicht mit einem Heileingriff zu rechtfertigende Körperverletzung handelt. Aus juristischer Sicht gilt grundsätzlich: Je schwächer die medizinische Indikation, desto intensiver muß die Aufklärung des Patienten sein. Sicher vertreten mittlerweile viele der renommierten Fachvertreter die Ansicht, dass man dem Wunsch nach einem primären Kaiserschnitt unter der Voraussetzung der ausführlichen Risiken für die Patientin, nachgeben sollte und das hier nichts dagegen spricht. Es wäre allerdings sicher vermessen, alle Frauen jetzt nur noch per Kaiserschnitt zu entbinden - ganz der Devise einiger amerikanischer Fanatiker folgend: "preserve your love channel, take a cesarian". Zu deutsch: "erhalte Deinen Liebeskanal, lass gleich einen Kaiserschnitt machen" In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde zwar nachgewiesen, dass der Kaiserschnitt den Senkungsbeschwerden vorbeugen kann, deshalb sollten aber nicht alle Frauen gleich auf den Kaiserschnitt zurückgreifen, auch wenn er nicht unbedingt indiziert ist. Über die Risiken sollte die Frau sich in der Klinik entsprechend aufklären lassen. Deshalb ist es empfehlenswert, dieses mit der Frauenärztin /Frauenarzt und so ab der 30. SSW auch mit der Entbindungsklinik abzusprechen. Nicht zu vergessen ist aber das für die Mutter erhöhte Risiko bei einem Kaiserschnitt: Nach der bayerischen Perinatalerhebung lag die Kaiserschnittletalität (Müttersterbefälle in ursächlichem Zusammenhang) in 1989 - 1994 bei 0,13 o/oo (Promille), die Letalität bei Vaginalgeburt bei 0,024 o/oo. Demnach war in diesem Zeitraum die mütterliche Sectio-Sterblichkeit bei vor dem Eingriff gesunden Schwangeren in dieser Erhebung um den Faktor 6-7 höher, als bei gesunden, vaginal entbundenen Frauen. Eine ganz aktuelle Studie zeigt im übrigen, dass Frauen nach einem Kaiserschnitt ein doppelt so hohes Risiko für eine Totgeburt haben. Und dieses unabhängig vom Grund für den Kaiserschnitt. VB


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Hallo! Ich glaub nicht, das ein verantwortungsvoller Arzt aus diesem Grunde einen KS macht. Ich verstehs ja bei Frauen, die bald umkippen vor Angst, die schhon ein baby in der Spät-SS verloren haben oder ne Horrorgeburt hinter sich haben, aber Dein Grund ist echt nur egoistisch, bloß wegen des Geburtsdatums*kopfschüttel* Ausserdem ist es für ein Kind nicht wirklich schön, auf einen Tag mit einem nahen Verwandeten Geburtstag zu haben. Ich hatte mit meinem Vater auf einen Tag Geburtstag ( reiner Zufall) und hatte NIE einen richtigen Kndergeburtstag, alle sind nur zu ihm gekommen, ich wurde vergessen. Überlegt es Euch nochmal und lasst Eure Maus selbst entscheiden wann sie kommen mag. LG Susi


Mitglied inaktiv

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Hallo, also ich kann nicht verstehen wie man freiwillig wegen einem Datum einen KS möchte. Ich hätte sonst was drumgegeben normal entbinden zu können, aber ich musste 2 mal einen KS über mich ergehen lassen. Überleg Dir das noch mal. Schliesslich ist das eine grosse Bauchop die Du eigentlich umsonst über Dich ergehen lassen musst. Was ist wenn dann irgendwas passiert? Lass Dich mal über die Risiken eines KS aufklären. By Janine


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Ich kann nicht verstehen, dass man aus reinem Egoismus dieses Geburtsdatum mit einem Kaiserschnitt krönen muss. Man darf ja heute überhaupt froh sein, dass man ein Kind zeugen und gebären kann. Ich würde kein Arzt verstehen, der das ausführen würde, nur damit die Eltern befriedigt sind. Wer weiss, vielleicht liest sich das Kind das Datum selber aus und kommt genau an diesem Tag auf die Welt *smile*.


Mitglied inaktiv

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"Wunschsectio" kann man ja heute aus jedem beliebigen Grund machen lassen, irgendein Arzt findet sich immer. Daß das natürlich ziemlicher Unsinn ist steht auf einem anderen Blatt....


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