Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Dauerhusten

Frage: Dauerhusten

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Sehr geehrter Dr. Bluni, ich habe seit ca. 2 - 3 Wochen Husten. Ich behandle ihn mit Kartoffelwickel, Inhalationen und Rotlichtbestrahlung selbst. Inzwischen löst sich zwar der Schleim, aber irgendwie wird es nicht besser und ich muss immer öfter husten. Oft so stark, dass dann der Bauch immer weh tut. Kann das ständige Gehuste, meinem Baby schaden. Bin übrigens in der 24 SW. Ich habe mein Frauenärztin angesprochen, die meint, das klingt nicht gut und da wäre wohl ein Antibiotikum fällig. Davor hab ich ziemlich Panik, denn ich hatte das nach der Geburt unseres 1. Kindes durch. Eine Nasennebehöhlenentzündung nach der anderen, dazwischen immer Antibiotika. Kann ich den Husten noch so in Griff bekommen, nur mit Hausmittel ohne dem Baby zu schaden? Falls es sich gar nicht vermeiden lässt, kann das Antibiotikum dem Baby schaden? Danke im voraus für Ihre Antwort


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. je nach Ausprägung der Erkältung/grippaler Infekte/Entzündung der Nebenhöhlen, ist es am sinnvollsten durch den Hausarzt oder HNO-Arzt zu entscheiden, ob nur symptomatische Maßnahmen ausreichen, oder ob vielleicht doch mehr getan werden sollte, wie vielleicht die Verabreichung eines Antibiotikums. Eine Erkältung; Entzündung der Nasennebenhöhlen, ein grippaler Infekt oder auch eine Bronchitis stellen in der Schwangerschaft keine Gefahr für das Kind dar. 2. Bei Husten sollte in Rücksprache mit dem Hausarzt die Verordnung von Hustenmitteln (Antitussiva) in der Schwangerschaft streng gehandhabt werden. Nach dem 3. Schwangerschaftsmonat sind in Ausnahmefällen bei besonders quälendem, trockenem Husten codeinhaltige Präparate kurzzeitig einsetzbar. Die Einnahme sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt/Ärtzin abgeklärt werden. Bei anderen Substanzen, die vielfach zur Anwendung empfohlen werden, ist vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (viel trinken) bei allen Arten von Atemwegsinfektionen Hier empfiehlt sich zum Beispiel warmer Tee oder heiße eine Zitrone. Auch Inhalationen z.B. mit ätherischen Ölen und Säfte auf pflanzlicher Basis sind meistens erlaubt. Inhalationen, v.a. mit solehaltigen Substanzen lösen auch das Sekret in den Nebenhöhlen und können somit den Schnupfen lindern. Der Hustenreiz selbst lässt sich schon oft mit Eukalyptus-Bonbons, die in den üblichen Mengen unbedenklich sind, beseitigen. Bei bronchitischen Beschwerden gibt es als Hausmittel sind beispielsweise Kartoffelwickel. Diese werden nach dem Kochen zerstampft und dann noch warm in einem Baumwolltuch auf die Brust gelegt. Ähnlich funktionieren Quarkwickel. Am sinnvollsten ist es, die Therapie und das Vorgehen mit dem Arzt vor Ort abzusprechen. VB


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