Hallo Dr. Bluni, ich bin in der 11 SSW und hatte vor ein paar Tagen eine ganz kurze Schmierblutung. Wirklich ganz kurz! Diese habe ich auch bei meiner FÄ kontrollieren lassen. Es war altes Blut, woher, konnte sie nicht sagen. Aber dem Baby geht es gut, das Herzchen schlägt :-) Ich stille meine 2,5 Jahre alte Tochter noch, merke aber keine Kontraktionen während des Stillens, kann die Blutung trotzdem davon kommen? Ich möchte ungern abstillen :-( Muß ich nun abstillen? Oder ab wann wäre kein Risiko mehr für das Ungeborene (z.B. SSW XY)? Kann es sein, das ich mein Baby wegen dem Stillen verlieren werde? Zu mir noch ein paar Infos: Ich hatte vor vielen Jahren 1 Koni + Rekoni. Einige Jahre danach habe ich meine Tochter mit 36 Jahren völlig Problemlos am Ende der Schwangerschaft ausgetragen, sie kam nicht zu früh. Ich hatte während der Frühschwangerschaft eine kurze helle Blutung. Der Rest der Schwangerschaft lief komplett problemlos, trotz der Konis (Wurde sehr wenig entfernt), keine vorzeitigen Wehen oder ähnliches. Die Geburt dauerte nachdem die Fruchtblase geplatzt war etwas über 2 Stunden, war also auch nicht sonderlich schnell. Gesamt hatte ich genau 24 Stunden Wehen :-) Jetzt bin ich 38 Jahre, bin 161 cm groß und wiege 70 KG. Ich habe bereits 2,5 KG seit Beginn der Schwangerschaft trotz Stillen zugelegt. Es tut mir sehr leid, das der Text so lang geworden ist, aber ich erhoffe mir doch sehr von Ihnen eine Einschätzung/Empfehlung zu bekommen. Ich habe mich bereits durch Ihre Links geklickt, aber habe für meinen speziellen Fall nichts finden können, zumal die Blutung wirklich sehr kurz war und bereits nichts mehr ist. Vielen Herzlichen Dank für Ihre kompetente Beratung und die sehr hilfreiche Arbeit für uns Hilfesuchenden!! Liebe Grüße succre
Hallo, 1. wenn Sie dazu unseren Informationstext der Stichwortsuche unter der Adresse http://www.rund-ums-baby.de/schwangerschaftsberatung/stillen-und-erneute-schwangerschaft.htm lesen, werden Sie feststellen, dass wir sicherlich nicht prinzipiell davon abraten müssen. 2. gibt es jedoch entsprechende Risikokonstellationen - und diese liegt in Ihrer Situation unzweifelhaft vor - werden wir eher dazu neigen, auf das Stillen zu verzichten. Am besten raten Sie dieses auch mit der behandelnden Frauenärztin schrecklich Frauenarzt 3. wegen des Zustandes nach zweimaliger Konisation halte ich es darüber hinaus für sinnvoll, dass Sie mit der Frauenärztin/ Frauenarzt auch darüber sprechen, ob im Hinblick auf Frühgeburtsbestrebungen Rücksprache mit einem Perinatalzentrum nehmen. Herzliche Grüße VB
Danke für Ihre ausführliche Antwort. Schade, das ich mich wohl vom Stillen meiner Großen verabschieden muß, hatte gehofft, das dies vermeidbar wäre :-( Weiß nur noch nicht, wie ich das anstelle. Zu Punkt 3 In der letzten Schwangerschaft und auch in dieser Schwangerschaft sagte mir die FÄ (ich weiß, klingt furchtbar :-)), das keine Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind, außer engere Kontrollen bei Ihr gegen Ende der Schwangerschaft?? Ich habe in einer ganz normalen Klinik ohne Perinatalzentrum entbunden. Oder sehen Sie nur jetzt ein risiko zur Frühgeburt? Die 2 Konis hatte ich ja auch vor der Geburt meiner Tochter schon gehabt und ich war Ü35. Danke für Ihre Einschätzung!! Viele Grüße succre
Hallo, sicher kann hier jeder Arzt die Situation selbst einschätzen und dabei das Vorgehen festlegen. Unzweifelhaft ist aber, dass die Vorgeschichte eben mit einem schon höheren Risiko für eine Frühgeburt verbunden ist. Und da das Thema Frühgeburt eines ist, was wir eben schon relativ früh angehen, ist es zumindest nicht ganz falsch, hierzu noch einmal die Meinung der erfahrenen Fachärztin/Facharzt in Perinatalzentrum einzuholen. Diese Ärzte verfügen ganz bestimmt über die weit größte klinische Kompetenz in diesen Fragestellungen. Herzliche Grüße VB Quelle: Albrechtsen S et al. Pregnancy outcome in women before an after cervical conisation: population based cohort study. BMJ 2008; 337: a1343
Vielen Dank, Dr. Bluni! Sie haben mir sehr geholfen. Liebe Grüße succre
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