Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Wiederholte Vermoxbehandlung in der Stillzeit

Frage: Wiederholte Vermoxbehandlung in der Stillzeit

Leni1203

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Hallo Herr Dr. Paulus, unser Sohn hat vermutlich aus dem Kindergarten eine Madenwurminfektion mit nach Hause gebracht, diese wurden dann leider auch bei mir sichtbar. Der Hausarzt verschrieb der ganzen Familie Vermox, drei Tage lang eine Tablette und dann nach vier Wochen noch einmal denselben Ablauf. Leider scheint die Behandlung nicht ausgereicht zu haben. Wäre eine Wiederholung oder auch schlimmstenfalls eine Langzeitbehandlung mit Vermox in Bezug auf das Stillen in Ordnung? Unser jüngerer Sohn ist eineinhalb Jahre alt und wird noch zum Einschlafen sowie ein bis zweimal in der Nacht gestillt. Er selbst hat Helmex bekommen, allerdings nur einmalig. Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung.


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Mebendazol (z. B. Vermox) wird im Intestinaltrakt nur minimal resobiert, so dass nur extrem geringe Mengen in die Muttermilch übergehen. Der Säugling nimmt über die Muttermilch ca. 1 ng/ml auf. Das Stillen darf daher unter Einnahme von Mebendazol fortgesetzt werden (Kurzel et al 1994; Stoukides 1994). Es wird empfohlen, die Behandlung (3 Tage lang je 1 Tablette VERMOX) nach 2 und 4 Wochen zu wiederholen. Der Wirkstoff Mebendazol hat eine Halbwertszeit von 3 bis 6 Stunden, so dass die Substanz relativ schnell aus dem Organismus eliminiert ist. Sie könnten daher die Wurmkur mit Vermox durchaus wiederholen.


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