Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Rosiced, Prospan in der Stillzeit

Frage: Rosiced, Prospan in der Stillzeit

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Hallo Dr. Paulus, 1.Ich nehme seit ca. 2-3 Wochen Prospan Hustenliquid wegen Reizhusten als Restsymptom einer Bronchitis. Ich weiß, daß Prospan auch für Kinder zugelassen ist, deswegen auch meine Wahl und es hilft auch. Meine Frage ist nur, ob die Dauer der Anwendung bei mir schon zu lang ist? Kann es doch dem Kind schaden? Wenn ja, was wäre die Alternative, da ich leider noch Symptome habe. 2. Ich habe vom Hautarzt Rosiced 7,5 mg/g Creme zur Anwendung im Gesicht (Nase und rund um den Mund) für mindestens 6 Wochen verschrieben bekommen. Er meinte, es störe ihn nicht, daß ich stille. Im Beipackzettel steht allerdings, daß man wärend der Anwendung mit dem Stillen aufhören muß. Ich bin jetzt sehr verwirrt, was sagen Sie dazu? Wenn die Anwendung während der Stillzeit doch unproblematisch ist, darf das Baby mich dann noch im Gesicht berühren? Vielen Dank für Ihre Hilfe und schönes Wochenende!


Dr. Wolfgang Paulus

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Zwar liegen keine systematischen Untersuchungen zum Übergang des Wirkstoffes in die Muttermilch vor, doch kann der Efeuextrakt (z. B. Porspan) bereits Säuglingen unmittelbar verabreicht werden. Eine Schädigung des Säuglings durch die über die Muttermilch aufgenommene, sicherlich geringfügigere Dosis ist nicht zu erwarten. Eine begrenzte lokale Anwendung von Metronidazol (z. B. ROSICED Creme) im Gesicht ist bei Bedarf auch in der Stillzeit akzeptabel. Metronidazol geht in die Muttermilch über. Daten liegen vor allem für die orale Anwendung vor. Nach Gabe einer Einmaldosis von 2 g traten die Spitzenkonzentrationen in der Muttermilch nach 2 bis 4 Stunden auf. Bei Fortsetzung des Stillens erhält der Säugling eine Gesamtdosis von ca. 25 mg Metronidazol während der nächsten 48 Stunden. Die Exposition des Säuglings lässt sich mit einer Stillpause von 12 Stunden auf ca. 10 mg reduzieren, mit einer Stillpause von 24 Stunden sogar auf 3,5 mg (Erickson et al 1981). Bei kontinuierlicher oraler Gabe von 600 bzw. 1200 mg/d erreicht Metronidazol in der Muttermilch die gleichen Konzentrationen wie im mütterlichen Blut. Beim Säugling betragen die Metronidazol-Spiegel im Blut ca. 20% der mütterlichen Werte (Heisterberg & Branebjerg 1983). Bei derartigen Expositionen wurden keine vermehrten Komplikationen beobachtet. Metronidazol darf auch bei Infektionserkrankungen von Säuglingen bereits in der ersten Lebenswoche in Dosen von 7,5 mg/kg direkt angewandt werden (Jager-Roman 1982).


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