Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

PRT Spritze Stillzeit

Frage: PRT Spritze Stillzeit

Meeresluft 21

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Sehr geehrter Dr Paulus, Ich habe einen Bandscheibenvorfall und es wird in Erwägung gezogen eine Therapie mit  PRT Spritze mit Cortison und Lokalanäthetikum . Jetzt stille ich noch und möchte Ihre Meinung dazu erfragen. Ist diese Therapie möglich während der Stillzeit oder wann dürfte ich wieder stillen nach dem applizieren der  Spritze? Oder müsste ich mit schweren Herzen ganz abstillen? Nun habe ich auch noch eine Unverträglichkeit gegen Ibuprofen als Schmerzmittel.  Sehen Sie eine Alternative bei Nervschmerzen in der Stillzeit? Ich bedanke mich ganz herzlich. Vielen lieben Dank für Ihre Mühe und wünsche Ihnen einen schönen Tag.  Liebe Grüße  Meeresluft 21


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Wenn an eine Injektion von Lokalanästhetika (z. B. Lidocain, Articain, Bupivacain) gedacht ist, bestehen keine Einwände in der Stillzeit, da die Wirkstoffe rasch abgebaut sind und damit kaum die Muttermilch erreichen. Bei Medikation mit dem Kortikoid Prednisolon gehen nur geringe Mengen in die Muttermilch über (Ost 1985, Greenberger et al 1993). Unter einer mütterlichen Dosis über 20 mg/d empfehlen manche Untersucher eine Stillpause von ca. 4 Stunden nach der Einnahme. Selbst bei Medikation mit Prednisolon 80 mg pro Tag entspricht die Aufnahme über die Muttermilch nur weniger als 10% der endogenen Cortisolproduktion des Säuglings. Sowohl die American Academy of Pediatrics als auch die WHO Working Group on Human Lactation betrachten die Anwendung von Prednison / Prednisolon als kompatibel mit dem Stillen (Committee on Drugs 1994, WHO Working Group 1988). Insofern wäre eine periradikuläre Therapie in der Stillzeit durchaus vertretbar.  


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