Cissie
Sehr geehrter Herr Doktor Paulus, ich habe während der Schwangerschaft zum Ende häufiger (3-6 x) Mydriatica bekommen. Hauptsächlich Mydrum, vielleicht auch andere. Bei Mydrum gäbe es keine Bedenken, man dürfe es zur Not täglich einmal geben, hieß es. Wären andere Mydriatica bei richtiger Dosis so selten gegeben bedenklich gewesen? Die Stauungspapillen waren sofort nach der Geburt weg. Zur Kontrolle bekam ich Mydrum 2 Wochen nach der Geburt (nur zur Diagnostik, keine Therapie), dann als mein gerade 1 und 2 Jahre alt war. Ich habe natürlich noch gestillt, als Neugeborenes eben sehr häufig. Jetzt nach 2 Jahren sagte mir die Schwester, dass es beim Stillen streng kontraindiziert wäre. Stimmt das? Ich dachte, wenn man es schon Kindern zur Untersuchung geben darf und in der Schwangerschaft, wird es sich kaum bei der Konzentration im Auge in der Muttermilch ansammeln. War das falsch? Meine zweite Frage: Muss man beim Stillen aufpassen, was man einatmet? Ich meine Alltagssituationen, Alkoholsprays jetzt beim Desinfizieren, in der Autowerkstatt, wenn man an Baustellen vorbeigeht? Nicht, wenn man dort arbeitet, wirklich nur im Alltag, wenn das Auto mal weg muss und man wartet oder eben im Supermarkt, wenn gesprüht wird und man eine Weile ansteht und etwas mehr abbekommt. Danke
Angesichts der kleinen Mengen von Mydriatika (pupillenerweiternden Substanzen) bei Diagnostik am Auge ist keinesfalls von einer relevanten Belastung des Säuglings über die Muttermilch auszugehen. Solange Sie das Desinfektionsmittel mit dem Alkohol nicht literweise trinken, sehe ich über die Atemluft keinerlei Belastung der Muttermilch.
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