Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Medikamente in der Frühschwangerschaft (2./3. SS)

Frage: Medikamente in der Frühschwangerschaft (2./3. SS)

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Da ich zum damaligen Zeitpunkt noch keine Kenntnis von meiner Schwangerschaft hatte, nahm ich am 1./2.11.2008 wegen meiner Grippe folgende Medikamente ein. 1.11.2008: ca. 20 Pumpstöße Nasenspray Broncholind von Klosterfrau (Zusammensetzung: isotonische Meersalzlösung entsprechend einer 0,9 %igen Kochsalzlösung, Dexpathenol 25mg/g, AloeVera Press-Saft 200:1 0,25mg/g, Kaliumdihydrogenphosphat, Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat) 2.11.2008: morgens: 2 Teelöffel Prospan, 1 Tablette Sinupret tagsüber 2 Bronchicum-Pastillen des Herstellers cassella-med abends: 2 Teelöffel Prospan Wegen ausbleibender Regel habe ich gestern einen Schwangerschaftstest gemacht und festgestellt, dass ich schwanger bin. Wegen der Einnahme vieler Medikamente in kurzem Zeitraum, und das noch in der absoluten Frühschwangerschaft, mache ich mir nun Sorgen.


Dr. Wolfgang Paulus

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Bei Sinupret® forte handelt es sich um ein Präparat aus der Naturheilkunde mit Anteilen aus Eisenkraut, Enzianwurzel, Gartensauerampferkraut, Holunderblüten und Schlüsselblumenblüten. Zwar sind uns konkret keine Hinweise auf fruchtschädigende Effekte des Medikamentes bekannt, doch liegen insbesondere für die meisten pflanzlichen Präparate keine systematischen Untersuchungen für Schwangerschaft und Stillzeit vor. Die aus der Volksmedizin bekannten Wirkstoffe sind bisher nicht als fruchtschädigend aufgefallen. Nach Angaben des Herstellers hat sich bei umfangreicher Anwendung am Menschen kein Verdacht auf eine fruchtschädigende Wirkung ergeben. Auch der Tierversuch erbrachte keine Hinweise auf fruchtschädigende Wirkungen. Entsprechendes gilt für Efeuextrakt (z. B. Prospan) und Broncholind Nasenspray. Aus der verbreiteten Anwendung von Thymian als Arznei- und Lebensmittel haben sich bisher keine Anhaltspunkte für Risiken in Schwangerschaft und Stillzeit ergeben. Eine Anwendung von Thymian-Extrakt wäre daher in üblichen Dosierungen auch in der Schwangerschaft akzeptabel.


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Zusatz zu meiner Frage: 1 Bronchicum-Pastille der Fa. cassela-med enthält: Flüssigextrakt aus Thymiankraut (1 : 2 - 2,5), Auszugsmittel: Ammoniaklösung 10 % : Glycerol : Ethanol 90 % (V/V) : Wasser (1 : 20 : 70 : 109) 100 mg


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Versehentlich hatte sich bei meiner Frage ein Schreibfehler eingeschlichen. Ich habe die Medikamente nicht am 1./2. November, sondern am 1./2.DEZEMBER eingenommen. Weitere Korrektur: Ich befand mich zum Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme nicht in der 2./3. Schwangerschaftswoche, sondern in der 2./3. Woche NACH EMPFÄNGNIS. (Erster Tag der letzten Regelblutung: 25.10.2008)


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