lilly0505
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich habe eine Frage zum Gebrauch von Chlorreiniger in der Stillzeit. Nachdem ich in der Schwangerschaft sehr darauf geachtet habe, nur milde Reiniger zu benutzen, habe ich nun in der Stillzeit einmalig stellenweise ein Antischimmelspray (enthält 2,6 g Natriumhypochlorit auf 100 g Flüssigkeit) zum Reinigen einzelner Stellen auf den Fugen der Dusche verwendet. Zwar soll man solche Reiniger ja nicht mit anderen Mitteln in Kombination verwenden, ich habe aber auf den Scheiben zeitgleich ein leichtes Mittel von Frosch kurz einwirken lassen, da – soweit ich weiß – nur bei sauren Reinigern Vorsicht geboten ist. Direkter Kontakt beider Mittel bestand aber nicht. Auch habe ich hinterher gesehen, dass der Chlorreiniger seit eineinhalb Jahren abgelaufen war, was bei Putzmitteln aber bestimmt zu vernachlässigen ist. Das Badfenster war weit auf, allerdings war es durch das vorherige Duschen noch ziemlich warm. Die Einwirk- und damit Inhalationszeit betrug vielleicht 2 Minuten, allerdings hatte ich das Gefühl, meine Schleimhaut im Rachen schwoll an. Leider machte ich mir erst hinterher Gedanken, ob dieser Vorfall in der Stillzeit so günstig war. Unser Sohn (zweieinhalb Wochen alt) war zu der Zeit nicht in der Nähe des Badezimmers. Meine Frage: Ich habe ganz normal weiter gestillt. Geht von dem Mittel durch kurzzeitiges Einatmen etwas bzw. eine relevante Menge in die Muttermilch über? Bisher habe ich hier nur Beiträge zur Schwangerschaft in diesem Zusammenhang gefunden. Ich bedanke mich ganz herzlich im Voraus für Ihre Antwort.
Die Bildung kleiner Mengen von Chlorgas beim Putzen mag zwar Ihre Atemwege reizen, zu einer Belastung des Säuglings über die Muttermilch kommt es bei einer derart kurzfristigen Exposition sicher nicht.
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