Mitglied inaktiv
Ist es schädlich, wenn ich zur Beruhigung eine halbe Tablette (0.5 mg) Temesta während der Nacht einnehme ? Oder, soll ich lieber ein pflanzliches Mittel, z.B. Valverde Beruhigungstabletten einnehmen. Besten Dank für Ihre Antwort
Benzodiazepine werden als Tranquilizer, Schlafmittel und Antikonvulsiva eingesetzt. Im Laufe der letzten 20 Jahre wurden von der Muttersubstanz Diazepam (z. B. Valium) zahlreiche Derivate entwickelt, die sich in ihren pharmakokinetischen Eigenschaften unterscheiden. Mittellang wirksame Präparate wie Alprazolam (z. B. Tafil), Bromazepam (z. B. Lexotanil), Clotiazepam (z. B. Trecalmo), Flunitrazepam (z. B. Rohypnol), Lorazepam (z. B. Tavor), Loprazolam (z. B. Sonin), Lormetazepam (z. B. Noctamid), Nitrazepam (z. B. Mogadan), Oxazepam (z. B. Adumbran) und Temazepam (z. B. Planum) werden zur Beruhigung und als Schlafmittel verwendet. Anfängliche Berichte über eine Häufung von Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten unter Diazepam ließen sich bei therapeutischer Dosierung nicht bestätigen. In neuerer Zeit wurden jedoch auffällige Gesichtszüge, geistige Retardierung und Überaktivität bei Kindern beobachtet, deren Mütter während der gesamten Schwangerschaft einen Mißbrauch mit hohen Dosen von Benzodiazepinen betrieben hatten. Der Einsatz der Benzodiazepine in der Schwangerschaft sollte mit großer Zurückhaltung erfolgen, zumal auch langfristige Auswirkungen auf die Verhaltensentwicklung nicht eindeutig geklärt sind. Bei Einnahme in höheren Dosen über längere Zeiträume (z. B. Diazepam 15-20 mg/d) bis zur Geburt muß man mit einer Atemdepression beim Neugeborenen rechnen. Im Rahmen einer Entzugssymptomatik werden Unruhe, Tremor, Muskelhypertonie, Erbrechen, Diarrhö und zerebrale Krampfanfälle beim Neugeborenen beschrieben. Ein weiteres Problem stellt die als „Floppy-infant-Syndrom“ bekannte Symptomatik dar, die mit Muskelhypotonie, Lethargie, Temperaturregulationsstörungen und Trinkschwäche über Wochen bis Monate anhalten kann. Sofern Sie sporadisch geringe Dosen von Lorazepam anwenden, ist nicht mit einer Beeinträchtigung des kindlichen Befindens zu rechnen. Für die meisten pflanzlichen Präparate liegen keine systematischen Untersuchungen für Schwangerschaft und Stillzeit vor. Der Einsatz solcher Präparate sollte daher in der Schwangerschaft insbe-sondere im ersten Drittel mit Zurückhaltung erfolgen.
Mitglied inaktiv
Danke für die Info dann bin ich jetzt sehr beruhigt. wird jetzt nicht wieder vorkommen natürlich.
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