Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

einmaliger Drogenkonsum in der Frühschwangerschaft

Frage: einmaliger Drogenkonsum in der Frühschwangerschaft

Julia030

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Ich bin total verzweifelt. Ich war am 27.10.17 auf einer Party und habe am selben morgen einen Schwangerschaftstest gemacht der negativ war. Meine Periode sollte am 28.10.17 kommen und ich hatte auch heftiges Ziehen im Unterleib. Da der Test negativ war und ich fest davon ausging, dass meine Periode kommt habe ich mich entschieden an dem Tag Alkohol zu trinken. Ich habe etwas Wein getrunken ein paar Zigaretten geraucht ( was ich sonst nicht mache ) und eine Bowle getrunken. Wenig später stellte ich fest das es eine Bowle mit MDMA war. Meine Tage kamen nicht und am Tag später war der Test positiv. Ich habe ausgerechnet das es SSW 4+0 passiert ist. Ich kann überhaupt nicht einschätzen wie hoch diese Bowle dosiert war aber wenig war es sicher nicht. Meinen Termin beim FA habe ich erst in 2 Wochen und ich habe nun so viel gelesen über das alles oder nichts Prinzip, allerdings zählt das ja nur in den ersten 4 Wochen und ich war ja praktisch in der 5. Woche. Haben Sie irgendwelche Erfahrungswerte in wie fern ich dem Baby geschadet habe?


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Sofern die Aufnahme einer potentiell fruchtschädigenden Substanz im Zeitraum der Alles-oder-Nichts-Regel (innerhalb von zumindest 14 Tagen nach Empfängnis) erfolgt, wäre bei schädigenden Einwirkungen ohnehin entweder ein Abort oder ein Neugeborenes ohne erhöhtes Fehlbildungsrisiko zu erwarten. Die anfangs pluripotenten Zellen können in dieser Zeit noch geschädigte Zellen ersetzen, so dass die weitere Entwicklung ungestört verläuft, sofern der toxische Schaden nicht so groß ist, dass die Frucht mit der nächsten Regelblutung abgeht. Auch wenn Sie jetzt über die Mengen des konsumierten Amphetamins nicht genau informiert sind, so sehe ich angesichts Ihrer zeitlichen Angaben aufgrund der einmaligen Exposition in der frühesten Phase der Schwangerschaft allenfalls ein erhöhtes Risiko für einer Fehlgeburt vor der 12.SSW, nicht aber für eine kindliche Fehlbildung.


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