Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Cefuroxim-Infusion in Frühschwangerschaft

Frage: Cefuroxim-Infusion in Frühschwangerschaft

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Hallo, ich bin in der 6.SSW und mußte wegen Übelkeit und Erbrechen das Antibiotikum "Cefuroxim" gegen eine bestehende Cystitis über die Vene bekommen. Die Dosierung war 3x2 g pro Tag. Das erscheint mir laut Beipackzettel der gleichnamigen Tabeletten sehr hochdosiert zu sein. Nun nehme ich 2x500mg /d oral,was ja sehchsmal weniger ist als die i.V.-Dosis. Nun habe große Angst, dass diese hohe Dosierung meinem Kind geschadet haben könnte, da ich mich ja noch ganz am Anfang der Schwangerschaft befinde. Muß ich mir Sorgen aufgrund der Dosis machen? LG Ulli


Dr. Wolfgang Paulus

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Cephalosporine (z. B. Cefuroxim) und Penicilline gehören zu den Antibiotika erster Wahl in der gesamten Schwangerschaft. Bei der genannten Medikation konnte bisher nach Exposition in der menschlichen Schwangerschaft keine fruchtschädigende Wirkung nachgewiesen werden. Auch die Tierversuche ergaben keinen Anhalt für Komplikationen. In einer prospektiven kontrollierten Kohortenstudie zeigte sich bei 106 Schwangeren nach Anwendung von Cefuroxim im ersten Schwangerschaftsdrittel keine Zunahme von angeborenen Anomalien oder Spontanaborten (Berkovitch et al 2000). In einer ungarischen Fall-Kontrollstudie fand sich in einem Geburtsregister mit insgesamt über 60.000 Kindern (darunter 22.865 Kinder mit Fehlbildiungen) ebenfalls kein Zusammenhang zwischen angeborenen Anomalien und mütterlicher Cephalosporin-Medikation in der Schwangerschaft (Czeizel et al 2001). Als zulässige Maximaldosis werden täglich 6 g angegeben, wie es bei Ihnen auch anfangs der Fall war.


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