Tinibiini
Grüezi aus der Schweiz Herr Dr. Paulus Ich habe am 31.03. unsere 2. Tochter entbunden, stille voll und musste nun vorgestern am 06.05.2020 eine Nach-Curettage machen lassen mit Verdacht auf Plazenta-Reste. In Vorbereitung bekam ich für den Abend vor der OP ein Zäpfchen Betadine Vaginal Ovula zur Desinfektion der Scheide von innen, welches ich auch wie vom Gynäkologen im Spital empfohlen so angewendet habe. Auf meine Frage zum Stillen meinte er dies sei kein Problem. Nun habe ich nachträglich im Internet gelesen, das Medikamente mit Jod in der Stillzeit nicht angewendet werden sollen, da das Jod zu grossen Teilen in die Muttermilch übergeht und beim Baby eine Schilddrüsen-Störung verursachen kann. Ein Zäpfchen enthält 200 mg Povidon-Iod entsprechend 20 mg verfügbarem Iod. Laut Embryotox.de wir empfohlen: *Bei versehentlich erfolgter längerer Exposition mit größeren Mengen, v.a. im Schleimhautbereich, kann eine Kontrolle der Schilddrüsenparameter beim gestillten Säugling erwogen werden.* Am Tag der OP (06.05.) habe ich nicht gestillt, sondern aufgrund Narkose / Schmerzmittel etc die Milch verworfen den ganzen Tag. Gestern 07.05. habe ich wieder mit Stillen begonnen. Ich habe gelesen das das vaginal verabreichte Jod ziemlich lange in meinem Körper bleibt (Halbwertszeit ca 2 Tage). Nun bin ich besorgt das ich meinem Baby geschadet haben könnte. Soll ich nun weiter stillen oder besser noch 1-2 Tage Schoppenmilch anbieten?Wäre es sinnvoll die Schilddrüse überprüfen zu lassen? Vielen Dank im Voraus! Herzliche Grüsse
Povidon-Jod wird über die Schleimhaut in Abhängigkeit von der Dosis sowie dem Zustand der behandelten Fläche als Jodid oder organisch gebundenes Jod resorbiert. Bedenklich wäre allenfalls eine Anwendung von solchen jodhaltigen Präparaten über mehrere Tage. Sie können also jetzt ohne Bedenken weiterstillen.
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