Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Augentropfen und Augensalbe

Frage: Augentropfen und Augensalbe

Kathi_901

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Guten Tag Herr Dr. Paulus, ich bin gerade in der 12 SSW. Ich hab zu Beginn der Schwangerschaft ab und zu die Augentropfen Dura Ultra sine mit dem Wirkstoff Naphazolin und die Augensalbe Dexagent-ophtal nur im Augeninnenwinkel bis zur 7/8 Woche verwendet. Besteht hier ein Risiko für mein Baby? Ich leide gerade sehr an meinen Heuschnupfen. Besteht die Möglichkeit Berberil Augentropfen oder für ganz kurze Zeit anschwellendes Nasenspray zu benutzen? Das Meerwasserspray hilft mir leider gar nicht. Vielen Dank für Ihre Antwort. Liebe Grüsse


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Ein erhöhtes Risiko für die kindliche Entwicklung aufgrund einer äußerlichen Anwendung von Augentropfen mit Sympathomimetika (z. B. mit Naphazolin, Xylometazolin) in der Schwangerschaft wurde beim Menschen nicht beschrieben. Der Wirkstoff könnte bei hoher Konzentration im Blut zur Gefäßverengung und verminderten Durchblutung von Gebärmutter und Mutterkuchen führen, was bei moderaten Verabreichung in therapeutischer Dosis am Auge nicht zu befürchten ist. Präparate mit dem Antibiotikum Gentamicin (z. B. Dexagent-Ophtal®) werden nicht in relevantem Umfang resorbiert und können in Schwangerschaft und Stillzeit in üblicher Dosierung am Auge eingesetzt werden. Auch das in Dexagent®-Ophtal® Augensalbe enthaltene Glukokortikoid Dexamethason geht nach lokaler Anwendung am Auge nicht in bedenklichem Umfang in die Blutbahn über. Cromoglicinsäure wird praktisch nicht in relevantem Umfang in die Blutbahn aufgenommen und gehört damit zu den antiallergischen Mitteln erster Wahl in der Schwangerschaft (Nasenspray, Augentropfen). Die systemische Verfügbarkeit von Mometason in der Darreichungsform des wässrigen Nasensprays (z. B. Nasonex) ist vernachlässigbar (< 0,1 %). Mometason ist trotz Verwendung einer empfindlichen Gehaltsbestimmung mit einer unteren Bestimmungsgrenze von 50 pg/ml im Allgemeinen nicht im Plasma nachweisbar. Die Mometasonfuroat-Suspension wird nur sehr wenig aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert. Die geringe Menge, die verschluckt werden kann und resorbiert wird, unterliegt vor der Exkretion im Urin und in der Galle einem starken Abbau in der Leber. Eine Anwendung in der Schwangerschaft erscheint daher in üblichen Dosen unproblematisch.


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