momo_mama
Hallo Birgit, meine Maus ist jetzt 7,5 Monate alt, wird nach Bedarf gestillt und sieht wohlgenährt aus. Brei nimmt sie nur Obst-Getreide und nur in kleinen Portionen. - Morgens 2x und abends 2x, dann wäre so ein Gläschen leer. Sie trinkt sehr gut Wasser aus einem Becher mit Strohhalm, möchte danach aber immer noch einmal an die Brust. Mittags haben wir es mit verschiedenen Breien versucht, doch alles, was über Frühkarotten hinausgeht, wird ungern genommen, mit Fleisch geht gar nicht. Ich bin jetzt dazu übergegangen, Gemüse mit Kartoffeln oder Nudeln zu kochen und stückig zu geben, was deutlich lieber genommen wird und dem Gefühl nach auch mengenmäßig besser ist. Brotkrumen mag sie sehr gern, bekommt sie aber nicht so oft. Zu meinen Fragen: Kann ich so weiter füttern? Wie sorge ich für eine ausreichende Eisenversorgung? Gibt es andere Mängel, die zu beachten wären? Wie komme ich auf größere, seltene Portionen? Oder kann das so bleiben? Stören tut es mich nicht und sie hat auch immer schon in kurzen Abständen gestillt. Wann kann ich auf Brot mit Schmierwurst/-käse umsteigen? Obst nimmt sie auch stückig ... Nur selber essen, führt zu totalem Chaos, das nur den Hund wegen der zusätzlichen Mahlzeit begeistert. ;-) Vielen Dank für deine gute Arbeit hier. Ich habe schon viel mitgelesen und viele Anregungen und Rezepte für später gesammelt. momo_mama
Hallo momo_mama Beikost ist aus vielen Gründen wichtig und bei gestillten Babys nicht nur allein für die Sättigung bestimmt. Es geht dabei auch um das spielerische Entdecken der verschiedenen sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln. Als Stillmama kannst du die Beikost ganz gelassen angehen. Beikost kannst du wörtlich nehmen und zusätzlich zum Stillen mit deinem Baby das Abenteuer Beikost spielerisch beginnen. Bei der Beikost (von gestillten Babys) geht es nicht nur darum Brei zu geben, um Nährstoffe und Kalorien zuzuführen, sondern es geht viel mehr auch darum, neue Geschmackseindrücke, Esstechniken, Rituale, Konsistenzen und Nahrung i.A. kennen zu lernen, damit sich der Organismus langsam umstellen und umgewöhnen kann. Und ganz toll, das hast du auch schon ausprobiert, ist es wenn du deinem Baby sehr weich gekochte Möhrenstückchen zum selbst essen, zum spielerischen Entdecken gibst. Immer mehr Babys wollen Beikost lieber eigenständig kennen lernen. Besonders Stillkinder akzeptieren Löffelkost nicht ganz so, wie Mama sich das vorstellt. Wenn deine Kleine also schon mit weichen Stückchen umgehen kann und diese auch gut schluckt, so ist das wunderbar. Ungewürzte weiche Speisen wie Gemüse, Obst, Kartoffel etc sind gut. Brot ist in kleiner Menge geeignet. Da Brot i.d.R. aber doch recht viel Salz enthält, sollte dein Baby nicht zu viel davon bekommen. Auch für Wurst und (Schmier-)Käse wäre es noch deutlich zu früh. Ab etwa dem 10.Lm und nach dem 1. Geburtstag kannst du damit weiter machen. Butter als Streichfett wäre okay. Die Beikostgabe verläuft bei euch durchaus gut. Bezüglich Nährstoffmängeln müsstest du dir keine Sorgen machen. Muttermilch enthält besondere "Moleküle" die den Eisentransport in die Zelle wunderbar ermöglichen. Mehr dazu kann dir Biggi Welter gut erklären. Gib deiner Kleinen Brei und stückige Kost, so hast du einen prima Kompromiss. Vielleicht kannst du die einzelnen Breiportionen etwas gehaltvoller durch Öl und/oder Getreide machen. So braucht dein Baby nur wenig zu essen und wird trotzdem besser satt. Gib zum Obst- und zum Gemüsebrei jeweils noch Öl und/oder Getreide zusätzlich. Wie viel Kalorien enthält so ein Gläschen, das du gibst? Bzw wie viel Getreide ist enthalten? Sonnenblumenöl, Rapsöl, Sojaöl oder Maiskeimöl sollten etwa ab dem 4. Breitag in den Brei gegeben werden. Sie enthalten Linolsäure, die als besonders essentiell für Babys gilt. Die Fettsäurenzusammensetzung der vier genannten Öle, sei optimal für die Gehirnentwicklung des Babies geeignet. Versuchs mal damit: Zwiebackbrei: 200ml Wasser oder abgekochte Halbmilch (Kuhmilch) 1,5- 2 (Baby-)zwiebäcke zerbröselt bzw mit der warmen (bei Kuhmilch noch heissen) Flüssigkeit übergiessen 20g Obstmus oder Saft abkühlen lassen danach stillen Also dann Grüße B.Neumann