Alenaa
hallo erstmal vielen vielen dank für die super ausführliche antwort.. und die rezept ideen ich hab noch ein paar fragen die ich vergessen hatte die erste ist, gibt es mit einem jahr noch tabus beim essen, also sachen die ein kind mit einem jahr nicht essen darf, von nüssen weis man ja aber gibt es noch mehr was ist zb mit rohmlich produkten oder rohwurst was ist mit zb einfach hart gekochtes eier , leberwurst, hirtenkäse usw einfach was darf ein baby in dem alter noch nicht die zweite frage geht um die vielseitigkeit des essens mein sohn isst im moment an Obst : Banane, Birne ,Apfel, und Kiwi erdbeeren und kirschen kennt er nur aus gläschen, findet er aber noch nicht so gut, dürfet er denn auch frische erdbeeren oder kirschen essen genauso ist es mit dem Gemüse, da isst er Blumenkohl, Brokkoli, Karotten, Gurke ist das zu wenig vielseitig, in den gläschen die er mittags bekommt ist auch nicht so viel vielfallt, weil alles was es so gibt ist auch mit karotte, Tomate, mal zuccini, das isst er auch alles in den gläschen aber ich will ja langsam davon weg, wie viel verschiedens braucht er, ist das zu wenig wenn er nur das isst was kann ich ihm noch gut anbieten, was ist zb mit paprika, oder kohlrabi gekocht natürlich. die lezte frage ist, er hat ja jetzt bald geburtstag, wo es natürlich auch kuchen gibt, dieser ist selbstgebacken, dürfte mein sohn davon ein bischen probieren , es ist trockener kuchen vielen dank nochmal für ihre Antworten LG Alenaa
Hallo Alenaa Erlaubt ist in der Familienkost eigentlich fast alles, was kleinkindgerecht aufbereitet wurde. Der Verzicht auf Kaffee, Cola, zu viele Fertiggerichte (Fertigpizza und Co) sowie Alkohol versteht sich von selbst...Betreffs Rohmilchkäse (und Listeriengefahr i.A., sowie Toxoplasmose, Salmonellen) ist es ähnlich wie bei Schwangeren - Kinder sind kleiner und dadurch schneller anfällig, und ihr Immunsystem ist noch nicht gut ausgereift. Nicht jeder Rohmilchkäse hat Listerien - die Wahrscheinlich ist hierbei nur höher. Vorsicht auch bei Rohkost - diese immer super gut waschen, waschen, waschen! Wenn du Rohmilchkäse durcherhitzt, besteht keine Gefahr mehr und dein Kind kann mitessen. Bei Weichkäse wie Brie oder Camembert kannst du die Rinde wegschneiden, dann verringerst du das Risiko enorm. Listerien wachsen nicht ins Käseinnere. Rohmilch-Hartkäse wie Emmentaler ist auch nicht so dramatisch. Hartkäse hat nur noch einen geringen Wasseranteil und dadurch eine schlechte Lebensbedingung für Mikroorganismen. Fischgerichte (auch bei Filet) immer genau auf Gräten prüfen. Fischstäbchen (können nach dem Garen von der Panade befreit werden) sind i.d.R. aber grätenfrei und eignen sich deshalb besonders gut. Hirse, Quinoa und Amaranth sollten regelmäßig und in größeren Mengen besser erst ab dem 3. Lj auf den Tisch kommen. Kleine Mengen und das mal ab und zu sind kein Problem. Ausnahme: (Baby-)Hirseflocken. Vorsicht auch bei kleinen Kernchen bei Himbeeren und Johannisbeeren (bei Marmelade drauf achten) - möglichst entfernen. Saaten gelten ebenso am Anfang asl weniger gut geeignet, wie Nüsse. Und auchLeinsamen ist in größeren Mengen weniger gut geeignet..Hierbei geht es um das enorme Quellvermögen, was für den kleinen Darm schnell zu groß sein kann. Zwiebel, Knoblauch sind individuell unterschiedlich verträglich und deshalb gibt es keine Empfehlung :-) Wer schon durch Fruchtwasser und Muttermilch darauf "geeicht" ist, verträgt das meist problemlos. Empfindliche Babys haben damit eher ihre Schwierigkeiten. Wenn du bei etwas unsicher bist, dann gib deinem Kind erst mal nur wenig davon und nicht täglich. Chili besser auch noch meiden. Fertiggerichte sind häufig sehr würzig und deshalb nicht optimal. Beim Selberkochen kannst du einfach etwas weniger salzen, dann passt das. Das Essen sollte im 2.Lj nicht übertrieben salzarm sein - aber auch nicht zu salzig. In reichlich Fett gebratene Speisen sind etwas schwerer verdaulich, weshalb sie für die Kleinsten abends weniger gut bekömmlich sind. Besonders Fleisch sollte deshalb schonend gebraten werden. Sonst gibt es kaum Einschränkungen. Erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten. Es ist tatsächlich so, dass Kinder mit Beginn des 2. Lj eigentlich (fast) alles essen dürfen. Der Organismus ist bei gesunden Kindern so weit ausgereift, dass die meisten Speisen gut vertragen werden. Wenn ein Kind schon als Baby öfter Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, Ausschläge etc hatte, ist man als Mutter viel vorsichtiger und gibt neue Speisen nur in Minimengen. Robuste Kinder, die schon von Beginn der Beikost alles gegessen haben und sehr viel Freude am Essen hatten, können viel schneller und mit weniger Vorsicht an die Familienkost gewöhnt werden. Dein Sohn kennt die Nahrungsvielfalt, die für dich selbstverständlich ist, noch nicht. Er muss vieles erst noch kennen lernen. Und das geht oft sehr langsam. Manche Babys sind sehr forsch und probieren alles und finden das ganz toll. Andere Babys sind sehr skeptisch und gewöhnen sich nur langsam an Neues. Bei der Einführung der Familienkost ist es meist sehr hilfreich in kleinen Schritten vorzugehen. Besonders gut wird das Neue angenommen, wenn es direkt vom Teller anderer Mitesser stammt. So siegt die Neugier über eine evtl Scheu. Biete ihm zu seinen üblichen Breien im Gläschen (ambesten den Brei auf einen Teller geben) auch einen Teller mit den Speisen, die du/ihr esst. Falls Zerkleinern der Speisen erforderlich ist, kannst und solltest du das direkt vor den Augen deines Kindes tun. Dein Kleiner kann sich so langsam an das Neue herantasten. Zuerst ist es gut, wenn er etwas Neues einfach erst einmal mit den Händen, den Fingern, befühlen kann. Er sollte die Gelegenheit bekommen, das "Ding" ausgiebig zu betasten und zu erspüren. Danach wird er es in den Mund nehmen und dort mit den vorhandenen Tastrezeptoren befühlen. Was gefällt, wird meist geschluckt. Und wenn sich die Konsistenz einer neuen Speise merkwürdig anfühlt, wird sie ausgespuckt. Das bedeutet nicht, dass diese Speise niemals gegessen würde. In ein paar Wochen kann sich das ändern. Und auch bei mehrmaligem "Befühlen" mit der Zunge, mit dem Mundraum, kann sich dein Kind langsam an die neue Konsistenz und den Geschmack gewöhnen. Erlaube unbedingt das Essen mit den Fingern. Denn das ist wichtig, wie oben erwähnt, für das sinnliche Erlebnis und die langsame Annäherung. Kinder erleben das Essen mit allen Sinnen und Essen dient in diesem Alter nicht mehr nur zur Ernährung, sondern vor allem zum Sammeln von neuen Ess- bzw Sinneseindrücken. Es ist für ihn wichtig, dass er Unterschiede kennen lernen kann, sowohl bei Geschmack als auch bei Konsistenz. Für die Kleinsten ist genau das jetzt sehr spannend. Diese Experimentierphase gehört unbedingt dazu und sie vergeht auch wieder. Lass euren Sohn nun vielfältige Esserfahrungen machen, sodass er vielerlei Esseindrücke sammeln kann. Auch der Geburtstagskuchen wird eine schöne Ess- und Sinneserfahrung für deinen Sohn werden. Also dann viele Grüße B.Neumann P.S. zum Thema Geburtstagskuchen kannst du hier noch ein bisschen was lesen: http://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=39337&suche=geburtstags&seite=1