nilu1210
Hallo, Mein Sohn 3 Jahre hat bis jetzt immer alles und reichlich gegessen.. Seit 2 Monaten verweigert er mir alles Mittagessen außer Süßspeisen wie Pfannkuchen Waffeln und maultaschen ist er auch... Hab schon versucht ihm später essen anzubieten... Nichts bringt was dann hungert er manchmal bis zum Abend und wenn ich ihn bitte einen Bissen zu essen dann gibt es einen joghurt oder so nimmt er es in den Mund und würgt dann so lange bis er spucken muss... Und das von essen das er sonst immer gerne gegessen hat... Ich weiß nicht was ich machen soll... Nein Mann ist schon total schleckig und ich will nicht das meine Kinder auch so werden... Will ihm das nicht durchgehen lassen aber er tut mir auch leid wenn er hungern muss.... Was kann ich tun??? Grad ist es so morgens Brot mit Honig oder joghurt mit Haferflocken aber er ist nur noch die halbe Portion... Im kindi Apfel und rEiswaffel er ist nur noch die Reißwaffel mittags ist er nichts nachmittags Obst ist er nur ganz selten abends warmes essen was mein Mann ist da ist er mit oder Abendbrot das ist er auch... Danke für ihre hilfe
Hallo nilu1210 bist du denn sicher, dass dein Kind hungert? Ein gesundes Kind verhungert nicht vor vollen Tellern - dein Kind isst und das ist gut. Nur manchmal isst dein Sohn nicht genau so wie du es möchtest. Als Mutter kann man schon daran verzweifeln, wenn die lieben Kleinen nicht so essen wollen, wie man sich das wünscht. Und vor allem wie es in den allgemeinen Ernährungsempfehlungen geschrieben steht. Kinder wissen nichts von Ernährungsempfehlungen und essen einfach dann, wenn es ihnen schmeckt, oder wenn sie hungrig sind. Was bei einer Mahlzeit evtl vesäumt wurde, wird bei der nächsten Mahlzeit wieder nachgeholt. Kinder sind in dieser Hinsicht sehr anpassungsfähig. Wichtig ist, dass regelmäßig Essen bei Tisch angeboten wird. Jedes Kind is(s)t unterschiedlich. Manche Kinder essen gern und viel und einfach alles bis auf wenige Ausnahmen. Manche Kinder essen wenig und sind dabei oft noch sehr mäkelige Esser. Das wichtigste Element ist zunächst einmal einfach die Tatsache, dass ein Kind überhaupt isst :-) Das zu essen, was Kinder kennen und ihnen schmeckt, gibt ihnen Sicherheit. Viele Kinder haben hin und wieder Phasen in denen sie scheinbar einseitig essen oder sehr intensiv bestimmte Speisen fordern. Das ist völlig in Ordnung. Diese spezifischen Vorlieben wechseln wieder. Der Körper hat irgendwann genug. Darauf kannst du vertrauen. Der gedeckte Familientisch ist deshalb wichtig. Hier stehen immer wieder die gleichen Dinge und ab und zu etwas Neues. Irgendwann frohlockt es bei der Offeerte zuzugreifen. Je jünger die Kleinen sind, desto aufgeschlossener sind sie diesen neuen Angeboten. Mit etwa 18 Lm und auchmit 3 Jahren schränkt sich der Erfahrungshorizont in Essensfragen immer weiter ein, die Auswahl der gemochten Speisen wird meist (noch) kleiner. Erst mit 6-8 Jahren und später ab etwa 12 Jahren werden wieder gerne neue Essabenteuer gewagt. Lass dein Kind, versuche ihm hin und wieder Neues schmackhaft zu machen und kontrolliere nichts. Bei guter Entwicklung hilft nur Geduld auf dass euer Kind den anderen Mitessenden bald wieder nacheifert und wenn auch zögerlich, aber immerhin langsam und stetig den Esshorizont dadurch wieder erweitert. Dies geschieht nicht durch Drängen, sondern durch echtes, adäquates Vorleben (selbst gerne essen) und eine entspannte und freudige Atmosphäre bei Tisch. Biete ein umfassendes Nahrungsangebot, aus dem dein Kind wählen kann. Extrawürste sollten nach Möglichkeit nur ganz selten gegeben werden, aber eine Auswahl bei Tisch ermöglicht es jedem, sein Wunschmenü zusammenzustellen. Da können Reste vom Vortag erlaubt sein, Brot oder Nudeln oder bspw Salatgurke statt grünem Salat. Hilfreich ist trotzdem, Regeln aufzustellen und immer mal wieder neue Speisen zum Kosten anzubieten. Die Kontinuität im Probieren kann irgendwann eine Veränderung bewirken - zuvor weniger Beliebtes wird plötzlich zur Lieblingsspeise. Kinder fordern uns Eltern immer wieder. Um dabei die Oberhand zu behalten, hilft es, Regeln aufzustellen. Damit lernt auch dein Kind bald gut umzugehen. Dränge nicht zu sehr, thematisiere nicht die momentanen Eigenheiten deines Kindes und vertraue auf Veränderungen. Grüße B.Neumann