Mitglied inaktiv
Hallo Frau Neumann! Ich möchte sie bezüglich der Ernährung meiner 9 Monate alten Tochter fragen. In der Nacht stillen wir noch so ca. 2 mal. unser tagesplan sieht ca. so aus: 07:00 stillen 09:00 Obst-Getreide Brei 12:00 Gemüse-Fleisch-Brei oder Gemüse-Brei oder Gläschen 13:00 stillen 15:30 Obst-Getreide-Brei oder nur obstbrei 17:00 stillen 19:00 pre flasche ca 100 ml zu den mahlzeiten biete ich ihr immer etwas wasser an. bei den obst-getreide-brei versuche ich dass es am vormittag und am nachmittag verschiedene getreidesorten bzw. obstsorten sind. sollte ich anstatt dem obst-getreide-brei am nachmittag einen milch-getreide-brei aus kuhmilch geben oder ev. einen fertigen milchbrei? oder ist es so in ordnung wie ich es mache. ach ja und sie bekommt auch mal ein stück brot (manchmal auch mit butter) da sie schon so gerne am familientisch mitessen möchte. danke für die antwort lg
Hallo lolly2013 du könntest den Brei am Nachmittag komplett weg lassen und abends deiner Tochter eine Brotmahlzeit anbieten. Erste Versuche haben ihr auch schon gut gefallen. Sie möchte sogar gerne mehr, wie du schreibst. Lass deine Tochter ab jetzt noch viel mehr Familienkost mitessen, lass sie selber essen, lass sie kauen, lass sie schmecken. Integriere deine Tochter allmählich immer weiter in den familiären Essalltag. Vor allem auch morgens und abends bereichert Brot ihren Speisenplan. Biete mit Butter bestrichene Brotstückchen auf einem Teller an - idealerweise greift deine Kleine zu. Beginne gleich nachher mit einer Brotmahlzeit und im Lauf des Vormittags reichen Obstmus oder sogar auch hier schon weiche, frische Obststückchen wie Banane, Pfirsich, Melone. Wenn du den Eindruck hast, dass eine Brotmahlzeit deine Kleine evtl noch nicht optimal sättigt, könntest du abends einen Milchbrei mit der bereits bekannten Pre-Milch anrühren. Alternativ könntest du, wenn gemocht, auch Kuhmilch im Brei geben. Ein Rezept für Grießschnitten, einer festeren Form des Grießbreies ist hier. Diese Schnitten sind ein ideales Fingerfood, das bestens sättigt: 200g Kuhmilch 35-40g (+/-) g Grieß Grieß in der Milch gut aufkochen, rühren, rühren, rühren :-) Die Masse auf einen Teller streichen, stehen lassen, d.h. den Grieß kurz quellen lassen. Danach kannst du entweder hübsche Motive ausstechen oder den sehr festen Brei in Stücke schneiden. Dazu etwas flüssige Butter dazugeben, Obstmus zugeben und evtl etwas süßen. siehe hier: http://www.rund-ums-baby.de/forenbilder/index.htm?seite=7&forum=kochen-fuer-kinder&bild=5#start Lass die Pre-Flasche weg, wenn du Milchbrei gibst. das Grundrezept für Milchbrei lautet sonst in 200ml Milch (zubereitete und abgekühlte Säuglingsmilch oder abgekochte Kuhmilch, oder Halbmilch) 20g Getreideflocken= Baby-Instantflocken einrühren 20g Obstmus zugeben Ab dem 10. Lm ist das Kennenlernen und erste Annäherungen an die Familienkost schon besonders wertvoll, weil Babys in diesem Alter noch neugierig sind und gerne alles probieren wollen, was Mama und Papa essen. Auf diese Weise können die Kleinsten ganz spielerisch ihre este Erfahrungen mit neuen Speisen machen. Sie können ganz ohne Zwang eine neue Konsistenz erspüren, einen neuen Geschmack samt Geruch wahrnehmen und kennen lernen. Und wenn es ihnen gefältt, das Neue auch essen. Zu Beginn sind die kleinen Probierpotionen genau richtig. Sie entscheiden instinktiv, was gemocht und was nicht gemocht wird. Manchmal mögen sie etwas Neues auch erst nach mehrmaligem Probieren. Wichtig ist deshalb momentan einfach nur, dass eure Tochter vielfältige Esseindrücke erhalten kann. Lass dein Kind aktiv am Essen teilhaben. Gib einen Teller oder eine Schüssel, in die du Basics wie Nudeln, Kartoffel oder Gemüsestückchen/stäbchen) füllst. Die Dinge kann dein Kind auch erst mal nur zunächst spielerisch erkunden, was auch, oder eben bevorzugt in diesem Alter, mit dem Mund geschieht. Du kannst das Essen auch grob mit einer Gabel zerdrücken oder durch die Kartoffelpresse drücken. Auch so wird die Nahrung gut essbar ohne zu viel Kauaufwand zu fordern. Biete vermehrt gewöhnliche Lebensmittel und Speisen an, damit sich dein Kind daran gewöhnen kann. Macht die gemeinsamen Mahlzeiten zum Erlebnis. Farbenvielfalt, verschiedene Gerüche, die sich schon beim Kochen in der Wohnung verteilen, Kostproben direkt am Herd. All das macht Lust und Neugier auf Essen. Grüße B.Neumann
Mitglied inaktiv
hallo nochmal, danke für ihre tollen antwort. ich bin echt froh dass es dieses forum gibt.danke. ich bin jetzt ein wenig verunsichert, ob ich den beikoststart meiner tochter richtig gemacht habe. ich weiß ich kann es jetzt nicht mehr ändern hätte aber trotzdem gerne ihre meinung gehört. ich habe 6 monate voll gestillt und dann mit karottenbrei begonnnen. nach und nach wurden die karotten durch gläschen-menü nach dem 4.monat ersetzt. der nächste brei war dann schon der GOB oder Obstmus nach dem 4.monat. habe auch manchmal zu Mittag einen GOB gegeben oder wenn wir mal unterwegs waren nur obstmus und den rechtlichen tag voll gestillt (kann mich aber nicht mehr so genau erinnern wann ich ihr den ersten GOB brei gegeben habe bzw wie alt sie da war-gegessen hat sie ihn immer sehr brav, habe auch nie darauf geachtet, dass pro monat eine mahlzeit durch brei ersetzt werden sollte, obstmus habe ich ihr relativ bald am nachmittag gegeben). meistens war es so, dass sie zu mittag einen Fleischbrei bekommen hat und am nachmittag ein obstmusglas nach dem 4.monat. so ca. mit 7,5 monaten habe ich am vormittag einen Milch-getreide-brei gegeben zu mittag einen Brei mit Fleisch und am Nachmittag einen GOB. gestillt habe ich immer nach bedarf. würde mich sehr freuen wenn sie mir ihr meinung mitteilen könnten und ob ich alles richtig gemacht habe.
Hallo lolly2013 du brauchst dir in keinster Weise irgendwelche Sorgen zu machen. Die bisherige Beikost ist doch bisher gut verlaufen. Die allgemein üblichen Empfehlungen geben Müttern (und Vätern) eine grobe Orientierung. Diese Orientierung ist gut und sehr hilfreich. Sie gibt einen Überblick und zeigt eine durchdachte Struktur für die einzelnen Mahlzeiten. Man kann diese Empfehlungen selbstverständlich so verändern, wie sie in den individuellen Tagesplan von dir und deinem Baby passen. Ob der GOB morgens oder nachmittags, mittags oder abends gegeben wird, das ist im Prinzip (bei gestillten Babys) egal. Hauptsache er macht dein Baby satt und zufrieden. Als Stillmama ist es manchmal ohnehin nicht leicht, diesatt Breimahlzeiten exakt nach Plan samt Mengenvorgaben einzuhalten. Denn durch das Stillen nach Bedarf verändern sich die Hungerzeiten immer mal wieder - mehr oder weniger. Solange (d)ein Baby gut gedeiht und keine größeren Verdauungsschwierigkeiten hat(te), passt das Stillen nach Bedarf plus Beikost, die sich im Groben an den üblichen Empfehlungen orientiert. Weshalb sorgst du dich denn? Grüße