Walkingtree2
Hallo! :-) Mein Sohn 10 Monate ist normalerweise ein sehr guter Esser. Zum Frühstück gibt es bereits Butterbrot und Milch und Mittags zum Brei auch desöfteren Basics wie Reis, Nudeln oder Gemüsesticks die er ohne Probleme schlucken kann und mit großer Begeisterung isst. Abends reiche ich selbstgemachten Milchbrei mit Banane, den er auch sehr gerne mag.... Bisher gab es Mittags bei uns immer Gläschen von Hipp. Ich würde ihn gerne mittags so langsam von unserem selbstgekochten Essen mitessen lassen und von dem Fertigbrei wegkommen doch er verweigert das selbstgekochte essen komplett?! Ich weiß nicht wieso, denn abends isst er den selbstgekochten milchbrei ja auch? Ich dachte zuerst es wäre die Konsistenz, aber er isst das selbstgekochte weder püriert noch Stückig. Er isst wie gesagt nur die basics die er selbst in die Hand nehmen kann... Haben Sie einen Tipp für mich wie ich die Umstellung zum Familientisch gestalten und weg von Fertigbrei kommen kann, wenn er das selbstgekochte verweigert? Ich kann ihn ja nicht nur von Basics ernähren oder?! LG walkingtree2
Hallo Walkingtree lass die Breie einfach mal ganz weg und bereite deinem Kind Gemüse-Kartoffelstückchen/sticks zu, die er selbständig essen kann. Du schreibst, dass erbereits begeistert Basics und Fingerfood isst. Dazu kannst auch folgendes Fingerfood anbieten: Herzoginkartoffeln 750g geschälte Kartoffeln in Salzwasser kochen. Wasser abschütten, Kartoffeln stampfen, zu Kartoffelbrei. Etwas auskühlen lassen. mit 1 Ei, 1 Eigelb, Salz, 1 EL Butter vermengen, Hauch Muskat nach Belieben. Alles gut vermischen und mit dem Spritzbeutel Rosetten auf eine Backblech spritzen. Wenn das zu mühselig ist, also für die Alltagsküche, kann man den Teig auch mit Hilfe von zwei TL als Nocken auf ein Backblech setzen. Die Dinger werden noch mit einer Eigelb/Milch-Mischung bepinselt und ca 15 min im Ofen bei 190° gebacken. Auch Sahne reicht zum Bepinseln aus. Sie werden dann nur nicht so schön leuchtend gelb. Zuerst ist es gut, wenn er etwas Neues einfach erst einmal mit den Händen, den Fingern, befühlen kann. Er sollte die Gelegenheit bekommen, das "Ding" ausgiebig zu betasten und zu erspüren. Danach wird er es in den Mund nehmen und dort mit den vorhandenen Tastrezeptoren befühlen. Was gefällt, wird meist geschluckt. Und wenn sich die Konsistenz einer neuen Speise merkwürdig anfühlt, wird sie ausgespuckt. Das bedeutet nicht, dass diese Speise niemals gegessen würde. In ein paar Wochen kann sich das ändern. Bei mehrmaligem "Befühlen" mit der Zunge, mit dem Mundraum, kann sich dein Kind langsam an die neue Konsistenz und den Geschmack gewöhnen. Und je mehr er sieht, was und wie die MIT-Esser essen, desto besser klappt es - durch Imitieren. Für die Kleinsten ist genau das jetzt sehr spannend. So kann er selbständig viele neue Esseindrücke sammeln und damit seine gustatorische Wahrnehmung schulen. Die Kost sollte stets so aufbereitet sein, dass sie dein Kind ohne "Gefahr" essen kann. Verschlucken sollte vermieden werden. Richte dich hier ganz nach den Bedürfnissen deines Sohnes. Auch gekochte Nudeln sind bestens geeignet, denn sie lassen sich am Gaumen zerdrücken. Indem euer Kind die Nahrung auf eigene Faust erkunden kann, wird er vorsichtig und langsam, in seinem Entwicklungstempo, auch bald viel mehr das selber gekochte mitessen. Du kannst die Speisenauswahl jetzt sehr vielseitig gestalten und dein Kind querbeet das mitessen lassen, was ihr üblicherweise esst. Das ist eure Familienkultur - eure Familientradition. Daran sollte sich euer Kind langfristig gewöhnen. Manche kannst du ggf strecken, wenn es dir zu würzig oder zu salzig erscheint. Gib Gemüsemus (evtl aus dem Gläschen - das dient in diesem Fall als Mittel zum Zweck :)) dazu oder Wasser. Dein Kleiner bekommt trotzdem einen Hauch Geschmack vom typischen Aroma, eine Ahnung davon und das hilft langfristig die Toleranz für den Geschmack zu entwickeln. Wenn es deinem Kind schmeckt, wird er mehr haben wollen. Wichtig sind jetzt im Wesentlichen einfach regelmäßige, möglichst gemeinsame erlebte Mahlzeiten, mit einem "gesunden" und ausgewogenen Speisenangebot. Vermittle deinem Kind eure Esskultur mit allem und Drum und Dran, so kannst du deinen Kleinen zu einem guten, vielseitigen und genussreichen Esser erziehen. Brauchst du noch ein paar Rezepte? Also dann Grüße B.Neumann
Mitglied inaktiv
In Fertigbrei ist meiner Erfahrung nach sehr viel Tomatenmark und Karotte mit drinnen, weshalb ich persönlich den nur bei Ausnahmen verwendet habe. evtl. Ist er an diesen Geschmack zu gewöhnt? Schon mal probiert die beiden Breisorten zu mischen? Also Deinen und fertigen? Oder mal probieren mehr Tomatenmark und Karotten in Deinen Brei zu machen? 10 Monate ist ja ansonsten auch noch früh für Familienkost. Vielleicht braucht er einfach noch ein paar Wochen und will dann gleich feste Nahrung von eurem Teller. Bei uns kam es ganz plötzlich. Von heute auf Morgen wollte unser Sohn ich glaube mit etwa 11 Monaten keinen Brei mehr. Er ist jetzt fast 14 Monate und isst Brei höchstens noch, wenn er krank ist. Ansonsten alles nur noch feste Nahrung. LG und frohe Weihnachten Lilly
Walkingtree2
Vielen Dank für die tollen Tipps und das Rezept! Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren. Ja, es würde mich sehr freuen wenn Sie noch mehr Rezepte für mich hätten die ich meinem Kleinen anbieten könnte. Liebe Grüße und Schöne Feiertage!