Beccy
Hallo Birgit, ich hoffe, es geht dir gut! Uns geht's soweit gut. Meine kleine ist inzwischen 15 Monate alt und isst relativ gut vom Tisch mit. Sie bekommt dennoch Mittags ihre Nudeln (momentan ohne alles) und Gemüse und probiert dann noch von mir. Sie futtert anfangs immer schnell mit den Händen und/oder der Kuchengabel. Irgendwann hört sie dann auf und möchte ihr Bilderbuch haben. Dann lässt sie sich weiter füttern. Da sie ja sehr zierlich ist (7,4g) versuche ich natürlich so viel wie möglich noch reinzubekommen. Beendet wird die Mahlzeit dann meist von mir, es sei denn sie will wirklich nichts mehr. Sollte ich lieber aufhören wenn sie nicht mehr selbst isst? Wie sieht es denn in diesem Alter mit Brezeln aus? Ich kaufe immer die ohne Salz, aber auch im Teig ist ja ne Menge drin. Sie wollte gestern morgen (Sonntags gibt's Brötchen und Brezeln bei uns) unbedingt eine Brezel haben und wir haben sie essen lassen. Eine halbe war dann aber auch weg. Ist das ok oder sollten wir ihr nur ein Stück geben? Ich frage auch deswegen weil wir bald in den Urlaub fahren und ich ihn Mittags eine Brotmahlzeit geben will, da wir Abends essen gehen. Dann wäre evtl. eine Brezel auch mal was. Und noch eine Frage bzgl. des Wassers. Sie liebt Kohlensäure und trinkt gern bei uns mit. Wir trinken Rosbacher. Ist das auch ok für sie? Hier die Nährwerte: Natrium (Na) 72,7, Kalium (K) 4,4, Magnesium (Mg) 100, Calcium (Ca) 206, Chlorid (Cl) 112, Sulfat (SO4) 19, Hydrogencarbonat (HCO3) 1095. Oder sollten wir lieber umsteigen? Kannst du eine Marke empfehlen? Vielen Dank und viele Grüße, Beccy
Hallo Beccy du brauchst dir gar nicht so viele Gedanken zu machen. Es gibt wirklich nur ein paar Dinge, die noch nicht* oder nur weniger gut geeignet sind. Brezel kannst du geben, wenn deine Kleine die gerne mag. Vielleicht findet sie gerade den leicht salzigen Geschmack gut. Laugenbrezel ist in diesem Alter völlig okay, wenn du das sichtbare Salz bestmöglichst entfernst. Laugenbrezel ist ab und zu eine passable Abwechslung. Ob du deine Kleine weiter füttern oder zum Weiteressen animieren solltest, wenn sie selbst nicht mehr essen mag, musst du mal sehen. Natürlich solltest du dein Kind nicht zum essen zwingen oder den "Pausenclown" spielen. Aber wenn deine Kleine alleine essen nach einer gewissen Zeitspanne doof findet und deine Hlfe gerne annimmt, warum dann nicht helfen? Frag ggf Frau Ubbens nach Rat. Salami und roher Schinken sind bedingt auch okay. Offenbar gefällt deiner Kleiner der würzige, salzige Geschmackseindruck wirklich.... Und beim Mineralwasser gefällt ihr evtl der bizzelnde Effekt? Beim Leitungswasser kann ich dir leider keine Produktempfehlung geben. Jedes Wasser hat seinen typischen Geschmack, u.a. durch Verpackung (Glas-oder Kunststoff), vor allem aber aufgrund der Mineralstoff-Zusammensetzung. Dadurch ergeben sich auch verschiedene Wirkungen auf den Organismus. Zudem finden sich in manchen Wässern unerwünschte Stoffe wie Uran oder Pestizidmetabolite etc. Der Fluorgehalt sollte nicht über 1,5mg/l liegen. Sieh ggf hier: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?action=prod;artnr=98720;bernr=04;co=;seite=102|4;suche=mineralwasser *Es gibt kaum noch Verbote. Manches erschliesst sich der Logik wie Verzicht auf Alkohol oder Kaffee. Manches ist Typsache und Empfehlungen kann man nicht pauschal aussprechen - etwa bei Chili und Knoblauch. Wer schon durch Fruchtwasser und Muttermilch darauf "geeicht" ist, verträgt das meist problemlos. Empfindliche Babys haben damit eher ihre Schwierigkeiten. Wenn du bei etwas unsicher bist, dann gib deinem Kind erst mal nur wenig davon und nicht täglich. Fertiggerichte sind häufig sehr würzig und deshalb nicht optimal. Beim Selberkochen kannst du einfach etwas weniger salzen, dann passt das. Das Essen sollte im 2.Lj nicht übertrieben salzarm sein - aber auch nicht zu salzig. In reichlich Fett gebratene Speisen sind etwas schwerer verdaulich, weshalb sie für die Kleinsten abends weniger gut bekömmlich sind. Besonders Fleisch sollte deshalb schonend gebraten werden. Erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten. Fischgräten können ein Problem beim Schlucken sein. Deshalb Fischgerichte (auch bei Filet) immer genau auf Gräten prüfen. Fischstäbchen (können nach dem Garen von der Panade befreit werden) sind i.d.R. aber grätenfrei und eignen sich deshalb besonders gut. Hirse, Quinoa und Amaranth sollten regelmäßig und in größeren Mengen besser erst ab dem 3. Lj auf den Tisch kommen. Kleine Mengen und das mal ab und zu sind kein Problem. Ausnahme: Baby-Hirseflocken. Nüsse sind wegen der Verschluckungsgefahr noch nicht gut geeignet. Da sie hart sind, können sie beim Verschlucken Probleme verursachen. Verschlucken von Brot oder Apfel wäre weniger problematisch. Nüsse als Mus sind geeignet. So wäre es auch mit den kleinen Kernchen bei Himbeeren und Johannisbeeren (bei Marmelade drauf achten). Leinsamen sei in größeren Mengen weniger gut geeignet. Sojamilch als Kuhmilchersatz oder in allgemein zu großer Menge wäre noch nicht geeignet. Zwiebel, Knoblauch, scharfe Gewürze sind individuell unterschiedlich verträglich und deshalb gibt es keine Empfehlung :-) Betreffs Rohmilchkäse (und Listeriengefahr i.A.) ist es ähnlich wie bei den Schwangeren: siehe hier: http://www.rund-ums-baby.de/kochecke/beitrag.htm?id=23628 So auch Toxoplasmose oder Salmonellen, z.b. in bezug auf Salami, die ja ohnehin für Essanfänger viel zu würzig ist. Also dann ich wünsche euch einen schönen Urlaub bis dahin hast du vielleicht noch die ein oder andere Frage bis dann Grüße B.Neumann
Beccy
Habe ja noch was vergessen: wir essen gerne Trockenwurst-Salami (zB Aoste Ringsalami). Die kleine wollte unbedingt probieren und sie liebt sie ebenfalls. Sollten wir sie lieber von unserem Tisch verbannen? Und wir sieht es mit rohem Schinken (schwarzwäler etc.) aus?