Lieber Dr. Gagsteiger,  mein Mann und ich (beide 31 Jahre alt) befinden uns seit ca. 2,5 Jahren im Kinderwunsch, 1,5 Jahre davon in der Behandlung einer Kinderwunschklinik. Wir haben insgesamt ca. 5 Zyklen GVnP hinter uns, nachdem es ein Jahr auf natürliche Weise nicht funktioniert hatte. In der Klinik folgten dann drei IUIs und vier erfolglose Transfers. Nachdem der dritte Transfer auch nicht das gewünschte Ergebnis brachte, fand etwas mehr Diagnostik bei uns statt (endlich).  Bei meinem Mann wurde eine Oligoteratozoospermie diagnostiziert, zudem eine hohe DNA-Fragmentation von 35 %. Bei mir wurde die Gerinnung untersucht, diese war unauffällig. Der Befund der KIR-Gene ergab einen Haplotyp AA. Die Killer- und Plasmazellen waren unauffällig. Mein Mikrobiom war ebenfalls unauffällig. Ich hatte viel Hoffnung in den vierten Versuch gesteckt, da unter Berücksichtigung der neuen Befunde hier doch einiges anders lief. Ich erhielt Intralipid-Infusionen, Prednisolon, Granozyte, Clexane und Östrogen für die Schleimhaut und dennoch war der Transfer leider nicht erfolgreich.  Zu uns: Wir sind beide normalgewichtig, Nichtraucher, trinken kaum bis keinen Alkohol und führen ein wirklich normales Leben. Wir sind beide berufstätig, aber auch hier würde ich sagen, dass wir nicht mehr Stress ausgesetzt sind, als andere berufstätige Menschen. Auf die Nährstoffversorgung und die Einnahme von Antioxidantien achte ich seit Monaten (für uns beide). Ansonsten sind wir gesund, haben keine Vorerkrankungen oder Ähnliches. Ich war noch nie schwanger, hatte nie einen positiver Test in der Hand. Ich hatte auch keine Entzündungen/OPs im Bauchraum, keine Geschlechtskrankheiten o.Ä.. Unsere Embryonen sind immer von guter bis mittlerer Qualität. Bisher wurden nur Blastozysten transferiert, meist schlüpfend mit AA oder AB Qualität. Die Einzige, die nicht so perfekt mitmachen möchte, ist meine Gebärmutterschleimhaut. Sie ist meist eher flach aufgebaut (mein absolutes Maximum waren 11 mm mit Östrogen zur Unterstützung), aber sie ist immer dreischichtig.  Meine Blutung hat sich seit der Kinderwunschzeit stark verändert. Zwischenzeitlich habe ich kaum noch eine richtige Blutung, was mir Sorgen bereitet. Nach dem Absetzen der hormonellen Verhütung hatte ich eine eher starke Blutung die über die Monate immer schwächer wurde.  Wenn ich mir vorstelle, dass das meine Schleimhaut ist, wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass es bisher zu keiner erfolgreichen Einnistung gekommen ist.  Die Ärzte sahen bisher keine Indikation für eine Gebärmutterspiegelung gegeben. Auf meinen Wunsch hin fand einmalig ein 3D Ultraschall statt, auch hier konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Trotzdem lässt mich der Gedanke nicht los, dass meine Schleimhaut das Problem sein könnte und etwas mit meiner Gebärmutter vielleicht nicht stimmt.  Naja, zu meiner eigentlichen Frage: Wie sollen wir weiter machen? Soll ich nochmal versuchen die Ärzte der Klinik von einer Gebärmutterspiegelung zu überzeugen (bisher war ich damit leider nicht erfolgreich). Wäre weitere Diagnostik sinnvoll (und wenn ja welche?) oder braucht es einfach noch etwas Durchhaltevermögen?  Können Sie eine Hypothese dazu aufstellen, warum es bisher noch nicht geklappt hat?  Über eine fachliche Einschätzung Ihrerseits zu unserer Situation freue ich mich!  Besten Dank und liebe Grüße  Lena