Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Prof. Dr. Michelmann, vor ca. vier Jahren wurde bei meinem Mann ein Spermiogramm gemacht, aufgrund seines erhöhten Östrogen Spiegels, dabei kam heraus das er nur 12 Mio. Spermien (aber guter Qualität) hatte. Er wurde aufgrund des erhöhten Östrogen Spiegel mit Tamoxifen behandelt. Ich wurde kurze Zeit später schwanger. Kann es denn sein das die niedrige Spermienzahl Stressbedingt verursacht war (mein Mann hatte zu der Zeit noch einen Zweitjob, wobei er zur Hauptarbeit noch Nachts arbeitete)? Wir wünschen uns noch ein zweites Kind geplant in 1-2 Jahren, was meinen Sie, war Die erste Schwangerschaft nur Glück/Zufall? Kann es sein, daß eine so niedrige Anzahl von Spermien von Streß verursacht war? Es wurde auch nur ein Spermiogramm durchgeführt, von der körperlichen Untersuchung, seitens des Urlogen war alles in Ordnung. Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. lg Sandy
Hallo Sandy, zunächst einmal: 12 Mio./ml Ejakulat sind gar nicht so tragisch. Die Menge liegt zwar unter den von der WHO geforderten 20 Mio., kann aber bei guter Motilität zu Schwangerschaften führen. Warum es mit der Menge hapert, kann ganz viele Ursachen haben. Eine ganz simple Erklärung wäre, wenn die Ejakulatmenge sehr groß ist. So gibt die WHO als Normalwert die Gesamtspermatozoenzahl mit mindestens 40 Mio./Ejakulat an. Hätte er zum Beispiel eine Ejalukatmenge von 4 ml, würde seine Gesamtmenge mit 56 Mio./Ejakulat im Normbereich liegen. Alle anderen Ursachen für eine reduierte Samenzellzahl hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen (bitte den behandelnden Arzt fragen). Stress, vor allen Dingen emotionaler, kann sich in der Tat negativ auswirken. Auf jeden Fall sollte ein zweites Spermiogramm durchgeführt werden. Viel Glück! MfG HWM
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