Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Birgit Müller:

Kinderwunsch

Frage: Kinderwunsch

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Guten Tag liebe Experten. Folgender Hintergrund bei mir: Ich bin 26 Jahre alt und habe ca. 7 Jahre die "Belara" genommen und im August 2005 abgesetzt. Seitdem versuche ich schwanger zu werden. Meine erste Mens nach Absetzen der Pille war vom 29.9. bis 3.10.05 und dann erst wieder vom 5.2.06 bis 10.2.06 sowie vom 24.3.06 bis 28.3.06. Meine Frauenärztin hat mir daher Clomifen verschrieben, da ich zu viele männliche Hormone habe und einen unregelmäßigen und langen Zyklus. Nach einem Zyklus Clomifen sagte sie schon dass das bei mir sehr wahrscheinlich nicht zum Erfolg führen wird. Man könnte zwar die Dosis erhöhen, aber sie sieht bei mir da keine Erfolgsaussichten, da ich viele kleine Eibläschen gebildet habe, die nicht wachsen. Heißt das ich habe das PCO-Syndrom???? Sie sagte mir schon dass sie mich wohl an eine Kinderwunschklinik überweisen würde. Ich möchte dazu gerne eine zweite Expertenmeinung einholen und schreibe Sie deswegen an. Wird bei mir nur eine künstliche Befruchtung zum Erfolg führen??? Meine Frauenärztin möchte keine Zeit verlieren und mich an eine Kinderwunschklinik verweisen. Dazu hätte ich gerne Ihre Meinung. Ansonsten habe ich keine Beschwerden, habe die Pille immer gut vertragen und die Clomifen jetzt auch. Ich nehme ansonsten nur L-Thyroxin ein wegen der Schilddrüse. Ich nehme seit Monaten schon Folsäure ein. Wie läuft die Behandlung in einer Kinderwunschklinik denn ab????? Soll sich mein Mann nichtsdestotrotz auch mal untersuchen lassen oder liegt es offensichtlich nur an mir?? In meiner Familie sind ansonsten keine Fälle von PCO aufgetreten. Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.


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Hallo Biene, zunächst einmal möchte ich Ihnen zu Ihrer vernünftigen Frauenärztin gratulieren! Es ist absolut korrekt, nicht lange mit Clomifen "herumzudoktern", sondern Sie mit Ihrem (wahrscheinlich!) PCO-Syndrom an eine Kinderwunschklinik zu überweisen. Dort kann eine Hormonstimulation mit Hormonspritzen durchgeführt werden, die sehr erfolgversprechend ist, aber wegen des Mehrlingsrisikos bei inadäquater Überwachung immer in die Hände von Kinderwunschspezialisten gehört. Das heißt noch lange nicht, daß bei Ihnen eine künstliche Befruchtung erforderlich ist, sondern Ziel der Therapie ist es, bei Ihnen eine Eizellreifung und einen Eisprung herbeizuführen. Im Idealfall können Sie dann nur durch "ganz normalen" Geschlechtsverkehr schwanger werden. Sicherheitshalber sollten Sie aber vor Beginn der Hormonbehandlung Ihren Mann untersuchen lassen (Spermiogramm), um auszuschließen, daß bei ihm eine Fertilitätsstörung vorliegt und evtl. von daher doch eine künstl. Befruchtung erforderlich ist. Liebe Grüße Dr. B. Müller


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