Valerie
Kurz meine Situation: seit kurzem 40, keine Kinder, Pille am 39. Geburtstag abgesetzt. Wochenendbeziehung, seit 5 Monaten wohnen wir zusammen. Zyklen waren nach Absetzen der Pille erst ziemlich unregelmäßig von 23-29 Tagen, seit ca. 3 Monaten regelmäßig mit 29-30 Tagen. Nehme Schilddrüsenhormon wegen leicht erhöhtem TSH-Wert. Zyklusmonitoring und Hormonbestimmung durch Frauenärztin, Werte waren alle i.O., Eizellqualität wohl sehr gut. Frauenärztin möchte mit Clomifen stimulieren, wenn Spermiogramm des Partners ok (wurde noch nicht gemacht). Meine Fragen: - Macht Stimulation mit Clomifen Sinn, wenn die Hormonwerte in Ordnung sind oder besteht die Gefahr, dass die Nebenwirkungen (Veränderung des Zervixschleims, etc) die Vorteile überwiegen? - Was sollte diagnostisch (neben Spermiogramm) noch abgeklärt werden? Macht eine Untersuchung der Eileiter bzw. der Gebärmutter Sinn? Infektionen sind nicht bekannt, auch keine Operationen, am Tag vor und am 1.ZT oft Bauchschmerzen. Danke!
hallo, wussten sie, das die gesetzlichen krankenkassen eine kiwu-behandlung nur bis zum 40. geburtstag bezahlen? der grund ist, das die natürliche chance im alter von 40, vorausgesetzt die spermien ihres partners sind gut, etwa 10% IM JAHR beträgt. das heißt nicht, das keiner mehr schwanger wird, die chance ist aber leider nicht mehr hoch. das müssen sie wissen, bevor sie sich für eine therapie, die ja letztendlich fast der natürliche weg ist, entscheiden. auch im rahmen z.b. der insemination (einbringen von spermien) ist die chance bei etwa 10%, dann allerdings PRO ZYKLUS! bitte gehen sie es aktiv an, treffen sie eine entscheidung wie wichtig das thema für sie ist. wenn sie auf jeden fall ein kind wollen nehmen sie baldmöglichst kontakt mit einem kiwu-zentrum auf. lassen sie auf jeden fall den spermientest machen und nehmen sie sd-hormone weiter, clomifen kann ich ihnen nicht empfehlen. alles gute für sie!
Valerie
Hallo Herr Dr. Emig, vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, dass die GKV nur bis zum 40. Geburtstag zahlt, ist mir bekannt. Auch, dass die Chancen verringert sind, aber dass es so schlecht aussieht, hat mich doch geschockt. Gilt das auch dann, wenn wie bei mir regelmäßig Eisprünge stattfinden und die Eizellqualität und der Hormonstatus gut ist? Sind die Chancen auf eine natürliche Empfängnis dann auch so stark verringert? Meine Mutter wurde mit fast 42 noch einmal ungeplant schwanger (sie hatte allerdings schon 3 Kinder), und ich habe wohl gehofft, etwas von ihren Genen geerbt zu haben. Ich werde auf jeden Fall Kontakt mit einem KIWU-Zentrum aufnehmen, dort kann dann ja auch abgeklärt werden, ob noch weitere diagnostik erforderlich ist.
Valerie
Noch eine Ergänzung: Nach einem Fachartikel unterliegt die Fruchtbarkeit großen Schwankungen von Frau zu Frau: Es gibt 35-Jährige, deren Vorrat an Eizellen schon so gut wie erschöpft ist. Und 40-Jährige, die noch einige Jahre Fruchtbarkeit vor sich haben. Wenn diese Feststellung stimmt, ist es wohl doch etwas pauschal, bei 40 jährigen Frauen nur noch von einer Chance von 10 Prozent pro Jahr (!!!) zu sprechen. Worauf stützt sich diese Aussage und weshalb erhöht sich mit einer Insemination die Chance auf 10 Prozent por Monat? An der Qualität von eizelle und Spermium ändert sich dadurch ja nichts?
hallo, ja, sie haben recht, die statistik sagt noch nichts über individuelle chancen. in vielen untersuchungen wurden die von mir angegebenen daten jedoch immer wieder bestätigt. fruchtbarkeit ist nicht gleichzusetzen mit der geburt eines kindes. dazu kommt, das frauen, die bereits kinder geboren haben auch > 40 j. höhere chancen haben dies noch einmal zu erleben. diese daten stützen sich auf international durchgeführte untersuchungen bei denen geschaut wurde wieviele frauen in den einzelnen jahrgängen kinnderlos bleiben, je nachdem, ob sie 1, 2, 3 oder mehr jahre versuchen schwanger zu werden und wieviele definitiv kinderlos bleiben. auch ist bekannt, dass bei hohen fsh- und niedrigen amh-werten die chancen deutlich sinken. die daten sagen nicht, dass keine chancen bestehen, sie relativieren diese chance jedoch deutlich. aus den daten ergibt sich auch, dass sie höhere chancen haben, wenn man sich "intensiver (mit medizinischer hilfe) darum kümmert", also z.b. eine insemination vornimmt. vorallem dann, wenn die spermien einschränkungen zeigen. bei der insemination werden die beweglichsten spermien, zum idealen zeitpunkt, etwa 8-10cm näher zur eizelle gebracht. es gilt also eine persönliche entscheidung zu treffen, welche chance man wahrnehmen möchte.
hallo, sie haben es erfasst: frauen die bereits schwangerschaften in jüngeren jahren hatten haben auch >40 höhere chancen auf eine erneute SS. leider sagt auch ein guter hormonwert nichts über die qualität des eies voraus. die qualität lässt sich letztendlich nur bei der künstlichen befruchtung mikroskopisch einigermassen zuverlässig abschätzen. viel erfolg!
edina
Wenn du ganz gesund bist, dann lass dir doch bitte aufgrund medizinischer Fakten und Statistiken nicht die Freude am Kinderzeugen nehmen!!!! Lass dich dich doch nicht gleich vorweg zu einer Kranken, von der Reproduktionsmedizin abhängigen Patientin machen. Probiert es doch einfach mal mit viel Lust und Freude. Das hilft am meisten!!! Viel Glück
dem möchte ich mich anschliessen, trotzdem gehört auch eine realistische einschätzung dazu um wirklich eine objektive einschätzung machen zu können! es gibt leider viel zu vile frauen, die das ziel SS nicht (mehr) erreichen......
Valerie
Ja, sehe ich eigentlich auch so, zumal die Erfahrungen in meinem Umfeld mit der Reproduktionsmedizin nicht wirklich ermutigend sind (teilweise bis zu sechs erfolglose IVFs- eine wurde dann mit 45!! das erste mal und auf natürlichem Weg doch noch schwanger ;-) Wenn ich jünger wäre, würde ich auf jeden Fall erst mal abwarten, aber mit 40? Ich denke im Moment schon über eine Insemination nach, das ist ja auch nicht so ein massiver Eingriff. Jedenfalls will ich einen Termin in einer KIWU-Klinik machen, damit wir beide mal untersucht und beraten werden!
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