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Liebe Frau Dr. Müller, wir haben den Wunsch nach einem 4.Kind. Unsere drei Kinder sind jetzt 4,5 Jahre/3 Jahre und 1,5 Jahre alt. Ich bin jeweils im 1. ÜZ schwanger geworden und die SS verliefen ohne Probleme. Ich habe nie Medikamente genommen. Vor der 1. SS und zwischen den 3 SS hatte ich KEINE Fehlgeburt. Ich werde im Sebtember 30, mein Mann ist 33 Jahre. Leider üben wir für unser 4. Wunschkind nun schon einige Monate, was für uns bisher "unüblich" war :-))), da es ja sonst immer sofort "geklappt" hat. Und auch ohne Hilfsmittel. Ich habe festgestellt, dass in den ersten drei ÜZ für unsere 4. Kind (Eisprung durch Persona bzw. LH Test ermittelt) die 2. ZH nur 9-10 Tage betragen hat, was ja zu kurz war. Ich habe dann im nächsten Zyklus Utrogest genommen. In diesem Zyklus bin ich dann schwanger geworden. Leider endete diese SS in der 8. Woche mit einer missed Abortion. Die Ausschabung war am 7.2 diesen Jahres. Nun meine 1. Frage: Hat vielleicht Utrogest dazu geführt, dass sich das Ei eingenistet hat, obwohl es nicht o.k. war und daher die Fehlgeburt vorprogammiert war? Oder spricht vielleicht die Gelbkörperzyste am Anfang der SS dafür (diese Zyste war bei mir vorhanden), das ohnehin genug Gelbkörperhormone produziert worden wäre auch ohne Utrogest? Den nächsten Eisprung nach der Ausschabung hatte ich nach 25 Tagen. Leider war auch jetzt die 2. ZH (diesmal ohne Utrogest) wieder zu kurz. Sie betrug nur 8 oder 9 Tage. Vor Einsetzen der Mens habe ich KEINE Schmierblutungen. Ich weiss nicht, was ich machen soll. In den nächsten Zyklen wieder Utrogest nehmen, nichts nehmen und einfach so weiterprobieren oder davon ausgehen, dass ich eine Eireifungsstörung habe und deshalb ein Kinderwunschzentrum aufsuchen? Mein FA kann mir nicht weiterhelfen. Warum ist plötzlich alles so schwierig?Ich hatte vor den drei Kindern bzw. zwischen den SS nie Probleme mit einer zu kurzen 2. ZH. Kann es denn in so kurzer Zeit zu einer Hormonstörung kommen? Bitte helfen Sie mir. Danke und lG Anja
Dr. Birgit Müller
Hallo Anja, die kurze 2. Zyklushälfte spricht - wie Sie richtig erkannt haben - für eine Gelbkörperschwäche, die Sie ebenfalls korrekt mit Utrogest behandelt haben. Die Fehlgeburt hat mit der Utrogest-Einnahme nichts zu tun. Im Gegenteil - ich rate Ihnen, Utrogest in jedem Fall weiter in der 2. Zyklushälfte zu verwenden (und in den ersten 12 SS-Wochen), um eine Gelbkörperschwäche als Abortursache zu vermeiden. Ein KiWu-Zentrum würde ich erst aufsuchen, wenn auch in den nächsten 6 Monaten keine SS eintritt bzw. es zu einer weiteren Fehlgeburt kommt. Liebe Grüße Dr. B. Müller
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