Sehr geehrter Herr Prof. Dorn, Ich habe vor 3,5 Jahren ein Kind bekommen. Im ersten und zweiten Trimenon hatte ich Blutungen und habe deshalb Famenita 200 mg eingenommen, was geholfen hat. Vor der Schwangerschaft hatte ich eine normale Periode und bin bereits im ersten Zyklus schwanger geworden. Nach der Geburt und der Stillzeit, etwa 1,5 Jahre später, bekam ich meine Periode wieder. Seitdem beginnt meine Menstruation jeden Monat mit einer Schmierblutung, die 3–7 Tage dauert. Erst danach setzt die normale Menstruationsblutung ein. Auch um den Eisprung herum treten sehr leichte Schmierblutungen auf. Die gynäkologische Untersuchung war unauffällig. Die Hormonwerte wurden sowohl in der ersten als auch in der zweiten Zyklushälfte bestimmt. Der Progesteronspiegel war unauffällig, ebenso die übrigen Hormonwerte. Über mehrere Monate habe ich in der zweiten Zyklushälfte Famenita 200 mg eingenommen, allerdings ohne Erfolg. Auch die Einnahme von Mönchspfeffer hatte keine Verbesserung gebracht. Aktuell besteht seit zwei Monaten erneut ein Kinderwunsch. Meine Fragen: Könnte trotz unauffälliger Hormonwerte und fehlender Besserung durch die Progesterontherapie weiterhin eine Lutealinsuffizienz vorliegen? Welche anderen Ursachen könnten die wiederkehrenden Schmierblutungen vor der Menstruation und um den Eisprung herum haben? Welche weiteren Untersuchungen wären in meinem Fall sinnvoll?  Gibt es weitere diagnostische oder therapeutische Möglichkeiten, die ich mit meiner Frauenärztin besprechen sollte? Bin selbst eine Kollegin, aber mir fehlen andere Ideen.  Vielen Dank für Ihre Einschätzung!