Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Klaus Bühler:

Endometriose?

Frage: Endometriose?

Mitglied inaktiv

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Guten Tag Herr Dr. Bühler, auch ich möchte Sie heute um Rat fragen. Im März werden wir aufgrund der stark eingeschränkten Fruchtbarkeit meines Mannes eine ICSI durchführen lassen. Bei mir wurden im Rahmen der normalen Abklärung einige Untersuchungen durchgeführt (Hormonbestimmung, Ultraschall, Gebärmutterspiegelung), alles ist in Ordnung und der behandelnde Arzt hält weitere Untersuchungen, z.B. eine Laparoskopie, nicht für erforderlich. Nun überlege ich aber doch, ob ich eine solche nicht noch durchführen lassen soll. Bei den Gesprächen im KIWU-Zentrum stand hauptsächlich das Problem meines Mannes im Vordergrund. Meine sonstigen gesundheitlichen Probleme sind in den Hintergrund getreten und ich weiß nicht, ob sie dem Arzt wirklich bewusst geworden sind: Ich habe seit einer Antibiotikaeinnahme unklare (Unter-)bauchbeschwerden, die für ein Reizdarmsyndrom gehalten werden (Ausschlussdiagnose, da Blutuntersuchungen, Darmspiegelung und Kernspintomograpie ohne Befund blieben). Die Beschwerden sind zyklusunabhängig und äußern sich durch Grummeln in den Därmen bis zu starken, auch manchmal schmerzhaften Blähungen, die nach der Stuhlentleerung verschwunden sind oder sich wesentlich bessern (typisch für ein Reizdarmsyndrom). Zeitweise bin ich auch völlig beschwerdefrei. Seit ca. einem Jahr habe ich besonders in der Woche vor der Monatsblutung starke Blähungen, die im Moment des Eintretens der Regel verschwunden sind. Die Regel kündigt sich durch ein Ziehen in der Leiste an, ist ansonsten aber schmerzfrei. Mein Gynäkologe (nicht der im KIWU-Zentrum), dem ich dies vor einiger Zeit schon mal geschildert habe, spricht hier von PMS, zumal ich in der zweiten Zyklushälfte auch unter stark berührungsempfindlichen Brüsten leide. Ich lese leider immer etwas zuviel im Internet und habe nun etwas Angst, dass Reizdarmsydrom und PMS gar nicht sind, wofür ich sie halte, sondern meine Beschwerden auf eine Endometriose zurückzuführen sind. Was meinen Sie? Drehe ich nun völlig am Rad (dieser Meinung ist übrigens mein Mann) oder sind meine Bedenken berechtigt? Sollte ich nochmals mit dem behandelnden Arzt sprechen und die Laparokopie zur Sicherheit durchführen lassen oder halten Sie das für unnötig (was mir natürlich am liebsten wäre)? Vielen Dank für Ihre Antwort.


Dr. Klaus Bühler

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Liebe Sabine, anhand Ihrer Schilderungen kann eine Endometriose nicht ausgeschlossen werden. Ganz gleich, wer wem welchen namen gibt. SchauenSie doch auch 'mal beiww.endometriose.de 'rein. Vielleicht helfen Ihnen die dortigen Angaben noch mehr, Ihr Problem besser einzugrenzen. wenn es aber für Endometriose spricht, ist zu einer BS und evtl. Therapie vor einem weiteren Versuch zu raten. Dies um so mehr, da gestzlich versichertePat. ab 1.1.2004 die Hälfte aller repromed. Leistungen selbst bezahlen müssen. Nicht aber für eine Endometriose-Behandlung. Wenn sich aber dadurch die Chancen für das ICSI erhöhen lassen!!.... Gruß KB


Mitglied inaktiv

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Hallo Hr. Dr. Bühler, mit Interesse habe ich die von Ihnen angegebenen Seiten gelesen und auch diesen Test gemacht. Allerdings kann ich die meisten Fragen gar nicht beantworten. Meine Regelblutung ist bis auf den 1. Zyklustag völlig schmerzfrei, und auch am 1. Tag verspüre ich nur ein Ziehen in der Leiste. Mein Problem ist allein eine starke Darmtätigkeit in der Woche vor der Periode.Manchmal grumpelt es auch zu anderen Zeiten im Darm. Dann drückt es manchmal auch beim Geschlechtsverkehr. Grumpelt es im Darm nicht, habe ich keinerlei Schmerzen beim GV. Was nun? Ist eine BS angeraten oder nicht? Würde sich eine eventuell bestehende Endometriose, die nicht erkannt wurde, negativ auf eine Einnistung auswirken? So richtig schlimm kann die eventuelle Endometriose ja nicht sein, sonst wäre sie doch bei der Kernspintomographie oder der Hysteroskopie schon erkannt worden oder zumindest ein Verdacht geäußert worden, oder? Nochmals vielen Dank.


Dr. Klaus Bühler

Dr. Klaus Bühler

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Liebe Sabine, diese beiden Untersuchungsmethoden können die Endometriose nicht gezielt nachweiseb, sind nicht beweisend. Da Endometriose abe rdurchaus die Chancen, auch bei IVF, auf eine SS mindern können. sollte überlegt werden, ob dann nicht lieber auf "Nummer sicher" gegangen werden sollte? Gruß KB


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