Hallo Herr Dr. Busse, unsere Tochter wurde Ende Juli nach Einleitung wegen SGA geboren. Laut eingetragenem ET war sie bei 37+1, tatsächlich müsste es aufgrund eines leider falsch dokumentierten ETs 36+3 gewesen sein. Ihr Geburtsgewicht lag bei 2.200 g. Die erste Zeit war schwierig: Sie war nach der Geburt zehn Tage auf der Intensivstation und wurde dort unter anderem per Sonde ernährt, da sie zu schwach zum Trinken war. Inzwischen wiegt sie 4.250 g und nimmt konstant gut zu. Seit der Geburt hat sie ein sehr großes Nähe- und Körperkontaktbedürfnis und lässt sich nicht ablegen. Sie ist häufig sehr angespannt, überstreckt sich viel und schreit vor allem abends viel, meist bis zu zwei Stunden, in Einzelfällen auch länger. Unsere Kinderärztin hat die starke Anspannung und die Regulationsprobleme bisher unter anderem mit ihrem schwierigen Start in Verbindung gebracht. Außerdem hat sie häufig Bauchschmerzen bzw. Verdauungsprobleme, besonders ab etwa 4:30 Uhr morgens.  Seit einiger Zeit fallen mir zusätzlich folgende Dinge auf: - Vor knapp drei Wochen war sie erstmals deutlich heiser. Ich hatte dies zunächst auf das viele Schreien am Abend zurückgeführt. Seither "kippt" ihre Stimme fast täglich beim Weinen. - Sie schnarcht gelegentlich und röchelt zwischendurch beim Atmen. Dazwischen – beispielsweise gerade jetzt – atmet sie völlig unauffällig. Fieber hat sie nicht (aktuell 37,0 °C). - Beim Stillen drückt sie sich immer wieder plötzlich weg und weint danach teilweise sehr stark und für mich nach Schmerzen klingend. - Häufig wird es erst besser, nachdem sie aufgestoßen hat und anschließend aufrecht gehalten wird. - Flaches Liegen auf dem Rücken toleriert sie nicht. Sie wird dabei sehr schnell wach bzw. beginnt zu weinen. Schlafen kann sie seit der Entlassung aus dem Krankenhaus ausschließlich auf mir in leicht aufrechter Position oder in der Trage. - Sie überstreckt sich generell häufig und wirkt dabei sehr angespannt. Das Thema sicherer Babyschlaf ist mir bekannt und wir haben bereits mehrfach versucht, sie im Beistellbett bzw. neben mir auf dem Rücken schlafen zu lassen. Leider schreit sie sich dann so sehr in Rage, dass ich sie wieder hoch nehmen muss. Mein Mann hatte wegen des gelegentlichen Röchelns/Schnarchens zunächst an eine Erkältung gedacht. Aufgrund des Wegdrückens beim Stillen, des anschließenden starken Weinens, der Besserung nach dem Aufstoßen bzw. in aufrechter Position, der Heiserkeit und des schlechten Tolerierens der Rückenlage frage ich mich inzwischen, ob möglicherweise Reflux bzw. eine Refluxkrankheit dahinterstecken könnte – trotz ihrer guten Gewichtszunahme. Wir waren außerdem bisher dreimal mit ihr bei der Osteopathie, dadurch ist inzwischen ihr Bauchweh minimal besser und sie schläft deutlich mehr (in Lebenswoche 3-8 nur etwa 10 v. 24 h, jetzt 12-14 h). Halten Sie einen behandlungsbedürftigen Reflux aufgrund dieser Symptome für denkbar, oder passen die Beschwerden eher zu ihrem noch unreifen Verdauungs- und Regulationssystem? Sollte ich sie damit zeitnah unserer Kinderärztin vorstellen? Ich möchte einen unnötigen Praxisbesuch und die damit verbundene Infektionsgefahr gerne vermeiden, möchte aber natürlich auch nichts übersehen. Vielen Dank für Ihre Einschätzung!