Hallo, mein Sohn wurde am 01.05. Seit etwa der 1,5.–2. Lebenswoche spuckt er sehr häufig. Anfangs war das eher unkompliziert: Überschüssige Milch lief ihm meist einfach aus dem Mundwinkel, ohne dass es ihn sichtbar gestört hätte. Zusätzlich hat er allerdings von Anfang an häufig den Kopf bzw. Nacken überstreckt und dabei einen „Kussmund“ gemacht. Deshalb waren wir bereits bei einer Osteopathin, bisher allerdings ohne erkennbare Veränderung. Zu Beginn ließ er sich problemlos ablegen und hat tagsüber wie nachts auch alleine 2–3 Stunden geschlafen. Seit einigen Tagen hat sich die Situation jedoch deutlich verschlechtert. Er wirkt oft sehr unruhig, windet sich, nestert viel und man merkt ihm an, dass ihn etwas quält. Das Ablegen klappt mittlerweile kaum noch, weil er oft direkt wieder wach wird, sich überstreckt und anfängt zu weinen. Teilweise verzieht er richtig das Gesicht, wenn Milch hochkommt. Gelegentlich klingt er verschleimt bzw. so, als müsste er sich räuspern, was natürlich nicht möglich ist. Hin und wieder habe ich außerdem das Gefühl, dass ihm das Schlucken kurz schwerfällt und er für einen Moment nach Luft schnappt. Das dauert aber nur sehr kurz, es gibt keine Blauverfärbung oder längere Atempausen. Er sieht immer rosig aus, das bestätigt auch meine Hebamme. Beim Stillen schmatzt er viel und trinkt sehr hastig. Meist ist er bereits nach ca. 5 Minuten fertig, zieht dann plötzlich den Kopf von der Brust weg und überstreckt erneut den Nacken. Ich vermute daher mittlerweile einen starken Milchspendereflex bzw. ein gewisses Überangebot, da die andere Brust während des Stillens sehr stark mitläuft – ein Mulltuch ist innerhalb kurzer Zeit komplett durchnässt. Ich stille inzwischen weit zurückgelehnt, biete pro Mahlzeit nur eine Brust an und versuche, ihn nach dem Stillen möglichst aufrecht zu halten. Trotzdem besteht das Problem weiterhin. Er spuckt überwiegend weiße Milch, kein grünes oder blutiges Erbrechen. Die Gewichtszunahme ist sehr gut: In den ersten 25 Tagen hat er bereits ca. 680 g zugenommen. Deshalb meinte meine Hebamme, dass vermutlich keine medikamentöse Behandlung erfolgen würde. Dennoch habe ich das Gefühl, dass ihn der Reflux zunehmend belastet und ich würde gerne versuchen, ihn etwas zu unterstützen. Mir ist bewusst, dass es für Homöopathie keine wissenschaftliche Evidenz gibt, dennoch würde ich es gerne ergänzend ausprobieren. Online bin ich mehrfach auf Nux vomica und Robinia pseudoacacia gestoßen. Was halten Sie davon? Wären solche Mittel bei einem so jungen Säugling grundsätzlich denkbar? Und falls ja: Wie sollte man sie bei einem Neugeborenen überhaupt verabreichen? Ich hätte Sorge, dass Globuli in diesem Alter eine Verschluckungsgefahr darstellen könnten. Aktuell bekommt er bereits Omni Biotic Panda Tropfen. Über eine Einschätzung oder Tipps würde ich mich sehr freuen.