NinaTrina2005
Habe gestern meine Frage schon im Allgemein Forum gepostet, heute konnte ich endlich auch Ihnen mein Anliegen schreiben, Meinung als "Fachmann" ist mir wichtig. Hallo, ich bin jetzt in der 31 SSW zweite Schangerschaft. Habe gestern in meinem "wunschklinikum" für Entbindung einen Termin gemacht für Vorstellung zur Geburtsbesprechung, es ist ein realtiv grosses, mit das grösste in Schleswig-Holstein, deswegen bin ich jetzt grad echt erschrocken. Ich habe nach Besprechung wegen Kaiserschnitt gefragt. Und habe vll das falsche Wort in den Mund genommen "wünschen". Ich möchte tatsächlich einen Kaiserschnitt, meine erste Geburt war die Hölle, schlechte Versorgung meines Kindes (sauerstoffgehalt unterdurchschnittlich) während der Geburt (2012), grünes Fruchtwasser, Dammriss Grad 2, schlecht verheilend mit "Entstellung meiner Vagina", anders kann man es nicht bezeichnen, mein Freund sagt zwar, ihn stört es nicht, aber ich bin traurig darüber. Schmerzen waren auch heftig, hatte auch das Gefühl, die PDA sass damals nicht richtig. Mehrfach übergeben im Kreisssaal durch zahlreiche Infusionen gegen Schmerzen zusätzlich zur PDA. Ich sehe das schon als Indikation, vor allem durch die Alpträume, die ich gleich nach der Gbeurt hatte und jetzt nach Pause 2013+2014 wieder einige Wochen vor Entbindung auftreten. Noch dazu kommt, dass meine Mutter vor einem Jahr mit nur 50 Jahren gestorben ist, und ich wochenlang Todesangst um sie (nach 4 Wochen im KH ist sie an einer Lungenembolie gestorben) hatte und um mein Baby bei der Geburt 2012 ebenso, als die Ärzte mir sagten, dass das grüne Fruchtwasser kein gutes Zeichen sei. Möchte diese Todesangst um einen geliebten Menschen nie wieder haben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!! (Als meine Mutter im Sterben lag, musste ich auch stationär aufgenommen werden wegen einer Hyperventilationstetanie, arztberichte habe ich auch noch, vll könnte das den Ärzten im KH ja auch klar machen, dass die Kasse mir den KS zahlt)????? Auch wenn ein Kaiserschnitt auch nicht als 100% sicher gilt, möchte ich einen Kaiserschnitt. Ich sehe mich in gewisser Hinsicht als "psychisch erkrankt" was dieses Thema anbelangt, und die Frau eben am Telefon sagte gleich Wunschkaiserschnitte müssen bezahlt werden, das zahlen die Krankenkassen ja gar nicht mehr. Ich bin echt erschrocken über die Aussage, ich habe ihr auch alles gesagt was ich oben beschrieben habe. Darauf ging sie gar nicht ein. Redete immer nur von WKS - Kosten selbst zu tragen. In einem anderen KH was ich besichtigt habe, was mir aber sonst nicht so gefallen hat (kein Kinderarzt im Haus, keine Kinderklinik für Notfälle) hat der Chefarzt beim Infoabend gesagt, er plädiert in Fällen wo es geht zwar immer zur vaginal Gbeurt, jedoch sollte seiner Meinung nach in Deutschland keiner dazu gezwungen werden, wie er sein Kind entbindet. Also er sagte, dass auch Angst und Psychische Störungen für ihn eine Indikation sei, womit er die Sectio abrechnungsfähig machen kann für die KK. Ich kann mir privat keinen Kaiserschnitt leisten und bin im Übrigen auch seiner Meinung, keiner sollte dazu gezwungen werden, wie er entbinden möchte, jede Frau sollte ihre eigne Entscheidung treffen, nach Aufklärung und auch Angst ist für mich ein abrechnungsfähiger Grund. Was mich auch verägert, dass meine KK Rauchern z.B. eine Entwöhnung anteilig zahlt aber "WKS" nicht. Dann sollte man auch in diesem Bereich konsequent sein und das nicht mehr zahlen, denn da ist ja wohl ein grosser Unterschied. (bin nichtraucherin seit lebenszeit aber habe nichts gegen raucher nur das regt mich auf) Meine Frage an Sie als Experte: Ich möchte gerne in dieser Klinik entbinden, da sie medizinisch TOP ausgestattet ist, und die andere, die es auf jeden Fall abrechnungsfähig macht, ist echt nur für den absoluten Notfall, wenn es wirklich als WKS abgestemplet wird, und ich die Kosten selber tragen muss. Ich bin echt erschrocken über die Aussage der Sekretärin, die das sagte. Meine Frage an Sie: Wie schätzen Sie die Gefahr ein, dass ich selbst zu Kasse gebeten werde? Was muss ich tun, dass ich formell mich VORHER absichere, dass es hinterher nicht heisst es war ja ein WKS, die kasse zahlt nicht. Eine Überweisung von einem Arzt suchen, der das mit auf die Diagnosezeile schreibt? Ich weiss nicht ob mein FA das macht, vll schreibt er nur allgemein drauf "Vorstellung zur Geburtsplanung" oder sogar im schlimmsten Fall "Wunschkaiserschnitt" damit brauche ich auch gar nicht erst loszugehen, dann muss ich mir ggf. einen anderen Arzt suchen, der auf die Diagnosezeile sowas wie "Kaiserschnittindikation aufgrund von psychsicher Störung" oder?? Davon dann eine beglaubigte Kopie anfertigen lassen? Wie kann ich mich noch absichern, kann mir einen WKS nicht leisten, ich habe nur einen 450Euro job und muss meinen erstgeborenen noch versorgen, kann mir keine 3000Euro leisten (das kostet doch ein KS oder?) Sorry für den langen Text
Hallo NinaTrina2005, ein traumatisches Geburtserlebnis mit der daraus resultierenden Angst und das Trauma des Verlustes der eigenen Mutter, das wiederum eine weitere psychische Belastung darstellt, reichen meines Erachtens vollkommen aus, um den Kaiserschnitt ohne Kosten zu rechtfertigen. Bisher kenne ich keinen Fall, bei dem eine Patientin die Kosten für einen Kaiserschnitt übernehmen musste. Also, Sie haben eine Indikation und die darf man Ihnen nicht abstreiten. LG und alles Gute
Trrr09
Noch nie musste eine Frau ihren WKS selbst bezahlen! Warum auch, eine Geburt wird es ja eh die etwas kostet? (Ausgenommen Privatversicherte, die müssen immer erst in Vorkasse treten, bekommen es dann aber wieder) Wenn müsste es fairer Weise nur die Differenz zur vaginalen Geburt sein und das ist leider nicht ermittelbar, da nicht jede spontane Geburt X kostet. Es kommt drauf an wie sie verläuft, ob unkompliziert oder kompliziert. Eventuell endet sie auch in einen sekundären KS. Wenn es eine komplizierte Geburt wird zb. ein sek. KS, dann müsstest du quasi ca. 600 Euro wieder raus bekommen. Im Schnitt ist eine gepl. vaginale Entbindung genauso teuer für die Kassen wie ein geplanter Kaiserschnitt. Wenn man Spätfolgen mit bedenkt, profitieren die Kassen sogar durch einen WKS. Ein geplanter KS ohne Komplikationen bzw. Indikationen kostet ca. 2.400 Euro. Eine unkomplizierte vag. Geburt ca. 1.800 Euro. Ein sek. KS ca. 3.000 Euro.
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