Pia_2026
Sehr geehrter Herr Professor Hellmeyer, vorab meinen herzlichen Dank für Ihr Engagement in diesem Forum! Mein Mann und ich sind in großer Sorge: Wir haben 3 Kinder, die jeweils mit 15 Monaten Abstand zur Welt gekommen sind. 1. Geburt war vaginal, 2. KS aufgrund Plazenta praevia totalis bei 35+6 und die 3. Geburt vor 8 Monaten war ein geplanter KS bei 38+6. Dabei wurde als Zufallsbefund eine "ausgeprägte Uterusruptur vor Wehenbeginn" festgestellt. Der Operateur sagte, eine Hand sei ihm schon entgegengekommen und die alte Naht sei zu fast 2/3 eröffnet gewesen, wohl teilweise von der Blase gedeckt. Er hat mir dringend geraten, 2 oder 3 Jahre mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten um das Risiko einer erneuten Ruptur zu senken. Nun bin ich trotz eigentlich penibler Verhütung schwanger und verzweifelt. Natürlich kann niemand in die Zukunft blicken, aber lässt sich das Risiko einer erneuten Ruptur beziffern? Ich habe mich durch verschiedene Studien gelesen und wäre vorsichtig optimistisch, wenn der Zeitabstand zwischen den Geburten (bei Entbindung in der 37. Ssw wären es 16 Monate) nicht so kurz wäre. Wir fragen uns, ob es (mit Blick auf die bereits vorhandenen Kinder) verantwortungslos ist, die Schwangerschaft fortzusetzen. Können Sie mit Erfahrungswerten weiterhelfen? Mit Dank und vielen Grüßen! Pia
Hallo Pia_2026, eine richtige statistische Zahl nützt Ihnen nichts und außerdem wurde die Wand ja auch wieder genäht. Daher können Sie meines Erachtens optimistisch sein und den Kaiserschnitt früh ansetzen lassen, so gegen 37+0, bei Wehen natürlich eher. Dann sollte aber alles klappen. Zuvor kann man immer wieder mal im Ultraschall schauen, ob die Wand gedeckt ist. Die Dicke sagt nichts aus. LG
Pia_2026
Vielen Dank für Ihre Antwort. Im OP-Bericht steht "[...] alte Uterusnarbe über die Hälfte dehiszent mit FB-Prolaps in den Bauchraum. Fruchtblase teils mit Blasenperitoneum verwachsen. Die Uteruswand dort ist extrem dünn, daher wird die quere Uterotomie mit zwei Scherenschlägen nach rechts erweitert. [...] Abpräparation und Abschieben des Blasenperitoneums im Bereich der Uterusruptur. Es zeigt sich eine Dehiszenz über 3cm nach kaudal. Auffüllen der Blase mit Blaufüllung. Währenddessen Verschluß des vertikalen Uterusriss mit doppelter Übernähung. Die Blaufüllung zeigt keine Blasenverletzung. Anschließend fortlaufender Verschluss der Uterotomie mit Vicryl 2/0. [...]" Bleibt es bei Ihrer Einschätzung oder sollte ich einen Abbruch in Erwägung ziehen? Vielen Dank!
Hallo erneut, danke für den Bericht, dem man entnehmen kann, dass die Dehiszenz (der durch die Fruchtblase gedeckte Riss) 2 schichtig genhäht wurde, d.h. es erfolgte hier auch eine Art Rekonstruktion. Daher bleibt alles bei der Einschätzung und man sollte die frühe Sectio vor Einsetzuen jeder Wehentätigkeit machen. LG und alles Gute PS: Zwischendurch kann man sich immer wieder mal das untere Uterinsegment anschauen.
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