Herbstsonne18
Sehr geehrter Herr Dr. Hellmeyer, vorab vielen Dank, dass Sie hier in diesem Forum Fragen beantworten, das hat mir schon oft sehr weitergeholfen. Ich hatte vor sieben Wochen einen primären Kaiserschnitt, der sehr gut verlaufen ist und ich war bereits bei Entlassung fast schmerzfrei. Zwei Wochen später fühlte es sich körperlich nahezu so an, als hätte ich nie ein Kind bekommen oder diese OP gehabt. Da es mir wieder so gut ging habe ich vier Wochen nach der OP unseren schweren Kinderwagen aus und wieder ins Auto gehoben und war zwei Stunden spazieren. Am nächsten Tag hatte ich extreme Schmerzen im ganzen Unterbauch und ich spüre nun auch die Kaiserschnitt Naht, was ich davor nicht tat. Mittlerweile sind drei Wochen vergangen und es ist zwar besser geworden, aber ich habe immer noch Schmerzen. Bei der Nachuntersuchung gestern stellte die Ärztin fest, dass die Gebärmutternaht sich wohl etwas aufgedehnt und etwas eingeblutet hat. Sie meinte, man müsse es sich in einem Jahr nochmal anschauen und ggf. vor einer zweiten Schwangerschaft korrigieren. Nun meine Fragen: 1) Gehen die aktuellen Schmerzen wieder komplett weg oder werde ich damit jetzt vielleicht leben müssen? 2) Wie wahrscheinlich ist es, dass die Gebärmutternaht nochmal operiert werden muss? Ich mache mir in dieser Situation große Sorgen, da ich erst mitte Zwanzig bin und noch ein Kind möchte (ist meine erste Geburt gewesen) 3) Wann darf ich wieder mehr heben als mein Kind? Ist das Heben eine Belastung für die Gebärmutternaht? Vielen Dank für Ihren Rat.
Hallo Herbstsonne18, zu Ihren Fragen rund um die OP: 1. Also, die größeren Schmerzen sollten wirklich verschwinden. Klar ist das Gewebe nach jeder Operation anders und jede Narbe bleibt eine Art Narbe. Verwachsungen, die Beschwerden bereiten,treten eigentlich erst später auf. 2. Wenn keine richtige Einkerbung in der Gebärmutterwand zu sehen ist (Nahtdehiszenz), braucht man definitiv keine OP. Ein kleines Hämatom um die Narbe herum, sieht man immer nach Sectio, jedenfalls am Anfang. 3. Jetzt dürfen Sie alles machen, was Sie sich zutrauen. Keine Sorge, da kann jetzt nichts mehr passieren. Alles Gute und ich hoffe, dass die Schmerzen bald verschwunden sind. LG
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