Sehr geehrter Herr Dr. Heininger, leider sind mein Sohn und ich dieses Jahr (im Gegensatz zu den 3 letzten Jahren) nicht gegen Grippe geimpft (ständige Infekte, OP). Jetzt wurde bei meinem Mann letzte Woche Influenza A diagnostiziert (Krankheitsbeginn war Dienstag, 29. Januar) und auch mein Sohn und ich waren krank. Allerdings hatten wir beide im Gegensatz zu meinem Mann (der 3 Tage richtig flach lag) nur 1-2 Tage leichtes Fieber und hatten bzw. haben noch leichten starken Husten und Schnupfen. Könnte es bei uns trotzdem die Grippe gewesen sein (noch sein) und der leichte Verlauf an den Impfungen die Jahre zuvor liegen? Die wichtigste Frage meinerseits ist jedoch, wie lange Grippe eigentlich ansteckend ist. Dazu haben wir unterschiedliche Aussagen vom Kinderarzt meines Sohnes und vom Hausarzt meines Mannes bekommen. Unser KiA meinte am Montag, dass mein Sohn 1 Woche nach Ausbruch der 1. Symptome nicht mehr ansteckend wäre, selbst wenn es die Grippe gewesen sein sollte und man diese jetzt auch nicht mehr nachweisen könne und dass auch mein Mann meinen Sohn 1 Woche nach Ausbruch nicht mehr anstecken könne (wir hatten die beiden vom 1. Verdacht auf Grippe bis Montag nachmittag voneinander isoliert). Der HA meines Mannes meinte jedoch heute (hatte meine Mann gestern Abend nochmal "einbestellt", dass mein Mann auch jetzt noch sehr ansteckend sei, da er noch leichten Husten hat. Fieber hat mein Mann seit letzten Freitag nicht mehr. Wie ist das denn nun? Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen! Es geht ja auch um die Frage, ob mein Sohn wieder in den Kindergarten kann. Und nächstes Jahr lassen wir uns alle 3 natürlich (wieder) impfen. Viele Grüße, K.
Hallo, wenn eine Perosn in einer Gemeinschaft (zB Familie) nachweislich an Grippe erkrankt un dim zeitlich plausiblen Zusammenhang weitere Kontaktpersonen Atemwegsinfektionszeichen entwickelnist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich auch um eine Grippeinfektion handelt, sehr gross (auch bei mild ausgeprägter Symptomatik). Die Anstekcungsfähigkeit der Grippe ist sehr variabel und hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter und beschwerdedauer ab. Prinzipiell könnte man es nachweisen (was aber Studien vorbehalten sein soll und im Alltag nicht praktikabel ist, da mit Kosten verbunden). Als Faustregel im Alltag darf gelten, dass man nach Abklingen der Grippebeschwerden nicht mehr als ansteckend gilt. Im Zusammenhang zum Kindergartenbesuch würde ich meinen: die Grippeviren zirkulieren derart stark inder Bevölkerung, dass man ihnen ohnehin nicht auswiechen kann, oder? Alles Gute!
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