Maxi4
Guten Tag, bei der Geburt meiner Tochter vor 4 Tagen war die Nabelschnur fest um den Hals gezurrt. Der Kopf und das Gesicht waren deshalb angeschwollen und blaurot. Sie schrie nicht gleich. Die Werte waren 8/9/10. Die Ärztin schaffte es nicht rechtzeitig zur Entbindung da zu sein, so dass die Hebammen alles selber gemacht haben. Sie wurde mir auf den Bauch gelegt und das Thema gar nicht weiter erwähnt. Ich kann mich nicht genau erinnern wie es meiner Tochter augenscheinlich ging. Ich war nur froh, sie auf mir zu haben und dass alles vorbei war. Während der Geburt lief das CTG und man sah, dass der Herzschlag immer wieder auf ca. 90 runterging. Ich sollte dann immer tief Luft in den Bauch holen, damit sie mehr Sauerstoff bekäme. Weitere Bedenken schienen die Hebammen nicht zu haben. Als der Kopf dann mit der Nabelschnur erschien, war die Hebamme dann aber sehr schockiert für einen Moment, machte dann aber normal weiter. Nach 3 weiteren Pressvorgängen war alles vorbei. Auf dem Kopf entwickelte meine Tochter überall wirklich ganz winzige flache Eiblutungen unter der Haut, die nach 2-3 Tagen verschwanden. Sie trank gleich erfolgreich ein wenig an einer Brust. Ansonsten schlief sie die nächsten 24 Stunden tief durch mit wenigen erzwungenen Unterbrechungen. Sie entwickelte dann aber auch eine Gelbsucht (pos. Coombs Test). In den zweiten 24. Stunden war sie durchgehend hellwach und trank sehr sehr gut. Sie hat wenig abgenommen, nimmt wieder gut zu und trinkt sehr gut. Sie macht auf mich einen sehr gesunden Eindruck. Mir wäre das Thema Sauerstoffmangel vielleicht gar nicht mehr eingefallen, wenn ich jetzt nicht eine schiefe Unterlippe bemerkt hätte, die eigentlich schon die ganze Zeit da war. Jetzt spielen sich in meinem Kopf Horrorszenarien ab über Behinderungen aufgrund Sauerstoffmangels, Schlaganfälle etc. - warum hat kein Arzt das Thema aufgegriffen? Warum hat man keine Aufnahmen des Gehirns veranlasst? Warum habe ich nicht gefragt? Dies kann man alles nachholen, aber erstmal sitze ich mit all diesen Sorgen da.
Hallo, Herzlichen Glückwunsch! Nabelschnurumschlingungen kommen bei ca. 30% der Kinder vor - die meisten Kinder sind davon unbeeindruckt . Zeigen sich während der Geburt beim CTG Auffälligkeiten kann dementsprechend gehandelt werden,was bei der Geburt Ihres Kindes auch geschah. Der Apgarwert spricht für ein unauffälliges Kind und auch das von Ihnen geschilderte Verhalten. Wäre etwas nicht in Ordnung hätten die Geburtshelfer und die Kinderärzte bei der U1 und U2 eine entsprechende Bemerkung Ihnen gegenüber geäußert. Alles Gute und genießen Sie die Zeit mit Ihrem Kind, Silke Westerhausen
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