Hallo Frau Westermann, ich wende mich heute an Sie, weil ich Fragen zum Medikament Cytotec habe. Da die Erfahrungen und auch die Meinungen zu diesem Medikament sehr auseinandergehen, ist es mir wichtig, Ihnen meinen persönlichen Verlauf zu schildern.  Hier ist mein bisheriger Verlauf: Phase 1: Am Freitag, um 19:00 Uhr, platzte zu Hause meine Fruchtblase schwallartig. Wir sind dann ca. zwei Stunden später in Krankenhaus gefahren. Alles ist unauffällig und wir durften wieder nach Hause fahren. Am nächsten Morgen, Samstag, um ca 11:00 Uhr, trafen wir wie abgesprochen in die Klinik ein. Der Blasensprung liegt zu diesem Zeitpunkt bereits 15 Stunden zurück, wodurch das Zeitfenster bis zur kritischen 24-Stunden-Infektionsgrenze (Samstag, 19:00 Uhr) immer kleiner wird - ich habe aber ein Antiobiotika bereits am Freitag in der Klinik und morgens zu Hause eingenommen.. Es geschieht erstmal in der Klinik vier Stunden lang absolut nichts bezüglich meiner spürbarer Wehen, die Situation im Kreissaalflur war für mich sehr aufgeregt und eindrucksvoll (ich bin aber dennoch cool geblieben nicht falsch verstehen - ich dachte mir "Wow, nun bin ich hier im Kreissaal (Flur) und bald habe ich mein Baby im Arm". Phase 2: die Überdosierung (ca 14:00 Uhr) Gegen 13:40 Uhr wird die Situation auf dem Flur wo wir den Vormittag saßen, hektischer. Eine Mitarbeiterin führt einen schnellen Urinsteststreifen durch, der dann aufeinmal um 14 Uhr schlechte Werte zeigte. Da frag ich mich, ob der Test eventuell zu "lasch" war, da er durch das ablaufende, proteinreiche Fruchtwasser kontaminiert war. Ob eventuell meine Blutwerte mit im Spiel waren, schließe ich aus da zu dem Zeitpunkt nur Urintest stanttfanden und ich nach meiner Erinnerung den Test nochmal machen durfte. Es wurde dann gesagt man müsse früher einleiten bereits um 14 Uhr anstatt nach 24 Stunden (19 Uhr). Ich erinner mich noch daran, zu der Tag-Hebamme gesagt zu haben, dass ich spüre das die Geburt bald in den Gang geht und ich davon ausgehe, dass alles seinen Lauf nimmt (hatte laut Frauenärztin, bei der ich noch einen Tag vor Blasensprung also am Donnerstag war, hatte ich "eine Traumschwangerschaft" und hatte Kontraktionen im Mutterpass stehen) die Hebamme antwortete spöttisch: „Es passiert ja bei mir noch nichts, ich würde dann ganz anders aussehen und nicht so lächeln“ (wtf..?). Sie gab mir dann um 14:30 Uhr direkt die doppelte Überdosis: zwei Tabletten Cytotec 200 auf einmal, insgesamt 400 Mikrogramm (Dosis für Abtreibungen). Ich würde nicht über das Medikament oder andere Einleitungsmöglichkeiten aufgeklärt, mein Mann kann alles bezeugen. Ich vertraue ja dem Krankenhaus und wollte nur das Beste für das Baby im Bauch. Unmittelbar nach der Einnahme wurde ich unüberwacht nach oben auf die Wochenbett-Station geschickt und musste erstmal im Teeraum mit Wehen auf mein Bett warten, sie waren schon so stark das ich nicht sitzen konnte und stehen geblieben bin. Mein Körper explodierte dann als ich an meinem Bett war in extrem heftigen, sich rasant steigernden Wehen. Ich konnte mich klassischer Weise beim Toilettengang kaum auf den Beinen halten. Eine Steuerung oder Messung der Abstände per App ist durch die Wucht der künstlichen Kontraktionen unmöglich. Die Klinik begeht hier ein schweres Überwachungsverschulden: Trotz der bekannten Höchstdosis findet zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr kein einziges CTG und keinerlei medizinische Kontrolle auf der Station statt. Phase 3: Der hormonelle Zusammenprall und der Schmerzkollaps (28.02.2026, 17:00 Uhr) Um punkt 17:00 Uhr prallen die künstlichen Hormone der zwei Tabletten und die natürlich anlaufenden Eigenwehen ungebremst aufeinander. Ich schreite auf der Station heftig rum, wie mein Mann meinte, der dachte sich, was passiert hier gerade.. Mein Mann bat eine Stationsschwester dringend um Hilfe und Einlass in den Kreissaal. Wir fragten hier sogar einmal früher, da qurde uns gesagt wir sollen prüfen ob die Wehen die richtigen Abstände haben, damit waren wir aber irgendwie überfordert und konnten mit der App es nicht richtig aufzeichnen, da die Wehen zu stürmisch waren und mein Mann mich halteb musste, mir wurde fast schwarz vor Augen, dachte jeden Moment gehen die Lichter aus. Die Schwester schickt uns dann als mein Mann das zweite Mal wieder dräbgte uns zu Fuß los. Wir mussten zum Fahrstuhl und sind dann nach unten in den Kreissaal gefahren und mussten noch den Flur lang zum Kreissaal. Ohne Rollstuhl oder Transporthilfe musste ich mich unerträglichen Qualen über den Flur und den Fahrstuhl schleppen. Als ich völlig verkrampft im Kreißsaal ankomme, kommentiert die dortige Hebamme das Eintreffen mal wieder zynisch mit den Worten: „Geht doch.“ Da sich meine Beine vor Schmerzen und Muskelverkrampfung physisch aufeinmal nicht mehr wirklich locker öffnen kann oder mich breitbeiniger Hinstellen konnte, hat die Hebamme versucht die Beine mit ihren eigenen Füßen auseinanderzuhalten, und stellt fest, dass ich „total verkrampft“ bin. Als medizinische Notbremse willigte ich einer PDA ein. Die PDA wurde dann am späten Abend als die Nachtschichthebamme da war endlich gelegt (gottseidank hat da alles einwandfrei geklappt). Phase 4: Die Verweigerung im Kreißsaal und die Kaskade der Gewalt Als die Nachtschichthebamme mich begrüßte, verabreichte sie mir das krampflösende Medikament Buscopan. Im weiteren Verlauf bat ich drum, meine starre Liegeposition mal zu verändern, da ich wusste, dass das Kind so besser nach unten rutscht. Die Habemme blockierte leider und meinte dann, dass wir später mal schauen.. meine Beine spürte ich trotz PDA problemlos. Ich war dann Stundenlang starr in Rückenlage fixiert, was den Geburtsverlauf vermutlich mit gebremst hat. Erst in der allerletzten Phase wurde ich seitlich gedreht, um auf einem Bein liegend zu pressen. Da der Körper durch den stundenlangen Wehensturm und das erzwungene Liegen völlig erschöpft war, geht es in dieser Position anscheinend nicht voran. Dann drehte ich mich auf den Rücken zurück und die Hebamme holte eine Ärztin und die Oberärztin der Station. Die Oberärztin setzt von unten die Saugglocke an, die andere Ärztin drückte sich dabei mit vollem Körpergewicht auf den Oberbauch. Unter dieser unerträglichen Gewalteinwirkung bricht mein Steißbein, wie sich nach 4 Monaten herrausstellte (+ Folge Beckenschiefstand). Um 02:43 Uhr nachts war unser Baby endlich da 😍😍😍. Es wurde glücklicherweise direkt angelegt bevor es zur Untersuchung ging. Phase 5: Das Versäumnis und der Leidensweg im Wochenbett (01.03.2026) Nach der Geburt wird das Baby mit gefährlichen Sauerstoff- und Zuckerwerten auf die Wochenbett-Station verlegt. Um ca. 7 Uhr,  schimpft die dortige Stationskinderschwester am Telefon mit der Geburtshebamme und sichtlich verärgert über das Team im Kreißsaal, weil das Baby sofort medizinische Hilfe gebraucht hätte. Das Baby leidete unter einer schweren Hypoglykämie (akuter Zuckermangel). Erst um 08:00 Uhr morgens – über fünf Stunden nach der Geburt – alarmiert die Geburtsklinik den Transport und verlegt das Baby isoliert mit Sauerstoffmaske auf die Intensivstation des Kinderkrankenhauses. Ach da fällt mir ein, unser Baby brauche nach der Geburt 11 Minuten Sauerstoffzufuhr.. ersichtliche Folgen aufgrund der Überdosierung, der folgenden heftigen Wehen und der langen invasiven Geburt. Dann kam das stundenlangen Warten auf der Wochenbettststion, ohne Information wann endlich mein Zugang und die PDA aus meinen Rücken genommen wird. Ich wurde zwar beim Blutabnehmen gefragt, ob ich Schmerzmittel benötigte, was ich bejhat habe aber es kam niemand mehr diesbezüglich. Wir wollten einfach nur zu unserem Kind!  Dann erhielt ich endlich gegen 12 uhr meinen Entlassungsbrief an die Frauenärztin. Mit einem frischen, unentdeckten und höllisch schmerzhaften Knochenbruch im Steißbein ging es dann los Richtung Auto und zur Kinderklinik, Fahrzeit 10 Minuten. Ich war fix und fertig! Als ich dann Abends zu Hause nach der einstündigen Rückfahrt zu Hause ankam, stande ich völlig neben mir..  Am 03.03. waren wir mit unserem Baby endlich Abends zu Hause , endlich konnte mich zu Hause mal tagsüber hinlegen/ausruhen. Da meine Nachsorge-Hebamme zu Hause die Schmerzen in den kommenden Wochen herunterspielt („Das erinnert mich an mich selbst - ich fühle mit dir), wird der Bruch monatelang nicht diagnostiziert. Ich musste im absoluten Wochenbett im bitteren Überlebensmodus funktionieren und musste bis einschließlich 03.03.2026 täglich die Strecke von über 50 Kilometern / mind. eine Stunde Fahrzeit zur Kinderklinik und zurück im Auto (als Beifahrer natürlich) bewältigen, es war sehr schmerzhaft und echt übel und im Kinderkrankenhaus hatte ich unendlich dolle schmerzen und musste mein Kind dort ansehen.. stehen und sitzen waren grausam, es war in Albtraum! Diese unvorstellbare körperliche und psychische Tortur zerstörte das ungestörte Wochenbett komplett. Erst vier Monate später bringt der Befund des Orthopäden die grausame Wahrheit ans Licht: Das Steißbein ist durch die rohe Gewalt der Geburt gebrochen und schief zusammengewachsen, was zu chronischen, dauerhaften Spätfolgen führt. Ein MRT, um die umliegenden Organe zu durchleuchten und die inneren Schäden zu finden findet in 2 Wochen statt, dort sieht man dann die weiteren Schäden. Was halten Sie davon? Haben Sie Erfahrungen mit der Dosis von zwei Cytotec 200 Tabletten? Die Dosis von 400 Mikrogramm aufeinmal ist die gleiche die Dosis zur Abtreibung? Hätte man mir eine Alternative vorschlagen müssen? Eine Infektion lag nachweislich nicht vorher und danach vor.. ein Antibiotika nahm ich bereits am Freitagabend. Wie gesagt ich hatte glücklicherweise eine Traumschwangerschaft, was mir meine Frauenärztin einen Tag vor Blasensprung bestätigte und meinte der GMH war bereits verkürzt und ich hatte Kontraktionen - es wäre alles geburtsreif laut Frauenärztin. Ich gehe stark von einem Behandlungsfehler aufgrund der überstürtzten Überdosis aus. P.S. meine Nachsorgehebamme meinte 400 Mikrogramm wäre über der Tagesdosis, welche eigl. alle zwei Stunden 25 Mikrogramm beträgt und dann ca. 6 mal erfolgt. Liebste Grüße und vorab ein großes Dankeschön ♥️ HerzensWunder26