Frage im Expertenforum Frauenarzt / Frauenärztin an Dr. med. Christiane Mallmann:

Ovestin 1 mg trotz Gebärmutter

Frage: Ovestin 1 mg trotz Gebärmutter

Katha0886

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Hallo und guten Tag, Ich hätte eine wichtige Frage. Da sich meine Regelblutung stark in die Länge zieht mit bis zu 14 Tagen und das sehr belastend ist, hat mir meine Frauenärztin Ovestin 1 mg verschrieben. Dies soll ich ab dem 3. Zyklustag 8 Tage nehmen, dann im nächsten Zyklus weniger usw.  Nun steht in der Packungsbeilage ausdrücklich, dass es nur genommen werden darf, wenn keine Gebärmutter mehr vorhanden ist. Das verwirrt mich. Ich bin zwar sterilisiert und habe absolut keinen Kinderwunsch mehr, aber dennoch will ich keine Komplikationen. Die Untersuchung ergab sonst bei mir nichts auffälliges, auch Gebärmutter sah gut aus.  Können Sie mir etwas dazu sagen? Viele grüẞe und danke  


Dr. med. Christiane Mallmann

Dr. med. Christiane Mallmann

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Guten Tag, die Gabe von Ovestin oral in der ersten Zyklushälfte wäre bei meinen Patientinnen nicht die erste Wahl zur Therapie einer Zyklusstörung mit deutlich verlängerter Blutung, deshalb hält sich mein persönlicher Erfahrungsschatz, was diese Therapie anbelangt, in Grenzen. Aber vielleicht hat Ihre Frauenärztin damit gute Erfahrungen gemacht! Bei Ovestin mit dem Wirkstoff Estriol handelt es sich um einen schwach wirksamen Östrogenabkömmling, die orale Resorption ist eher gering. Zur Unterscheidung, warum es zu einer Blutungsstörung kommt, kann eine Ultraschalluntersuchung zum Ausschluss von z.B. Zysten, Myomen und Polypen mit Messung der Gebärmutterschleimhaut, hilfreich sein. Ein Grund für eine Blutungsstörung kann ein Östrogenmangel in der ersten Zyklushälfte sein; dies kann sich in einer schmalen Schleimhaut zeigen. Dann wäre eine Therapieoption die Gabe von Estradiolvalerat zum Beginn des Zyklus. Oftmals entstehen Blutungen nach der normalen Regelblutung aufgrund eines nicht ausreichenden Umbaus der Gebärmutterschleimhaut, sodass hier dann eher eine Östrogen-Gestagen-Kombination in der 2. Zyklushälfte die Therapie der Wahl wäre. Der Hinweis in der Fachinfo, dass nur Frauen ohne Gebärmutter das Medikament einnehmen dürfen, bezieht sich auf das Risiko, dass sich unter einer alleinigen, längerfristigen Östrogentherapie ohne Gelbkörperhormon ein Gebärmutterschleimhautkrebs entwickeln kann. Deshalb besteht eine Hormonersatztherapie mit Östrogen bei Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, zum Schutz der Schleimhaut, immer auch aus einer Therapie mit einem Gelbkörperhormon. Da ich es so verstehe, dass die Therapie bei Ihnen auf einen sehr kurzen Zeitraum begrenzt ist und weiterhin ein Zyklus mit Menstruationsblutung besteht, würde man davon ausgehen, dass die Schleimhaut im Rahmen der Blutung abgebaut wird und das Risiko für die Entstehung von Gebärmutterschleimhautkrebs sehr gering sein dürfte. Alles Gute!


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