schokofrosch
Hallo, bei mir wurden folgende Werte festgestellt: Anti-Müller-Hormon < 0,02 -- (0,06-4,44) Luteinisierendes H. i. S. 23,00 U/L Follikel-stim. H. 54,30 (U/L) Prolaktin 152,0 (102-496) Prolaktinmonomer 107 (< 427) Anteil Prolaktin m PEG-Fällung 70 Wachstumshormon 0,50 (< 10) IGF-I (Somatomedin C) 91,9 (61,5-204,4) E2 17-Beta-Estradiol < 18,5 Cortisol 331 (124-662) DHEA-Sulfat 4,24 (1,65-9,15) Testosteron 0,99 (0,48-1,85) TSH 2,42 (0,27-4,20) Ich bin 44 Jahre alt, im Jahr zuvor sahen die Werte ähnlich aus. Ich nehme keine Hormonpräparate. Kann das was mit verfrühten Wechseljahren zu tun haben? Und muss man dagegen was machen. Ich habe ein erhöhtes Thromboserisiko durch rezidivierendes nephrotisches Syndrom. Hinzu kommt erhöhter Blutdruck und das Gewicht. Sollte man behandeln und wenn ja, wie, wegen der Thrombosegefahr?
Guten Tag, die Hormonwerte lassen insgesamt an eine (peri-)menopausale Situation denken; man würde dies aber auch mit der Anamnese abgleichen- gibt es noch eine Periodenblutung und gibt es Beschwerden wie z.B. Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen? Wobei die Beschwerden natürlich vielfältig sein können. Streng genommen spricht man von „vorzeitigen Wechseljahren“, wenn diese vor dem 40. Lebensjahr auftreten. Mit 44 Jahren wären Sie dennoch früh dran. Bei sehr frühen Wechseljahren kann eine Hormoneratztherapie vorteilhaft sein, auch hinblickend z.B. auf die kardiovaskuläre Gesundheit und Ihre Knochengesundheit. Aber natürlich ist die Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie individuell. In Ihrem Fall mit einem erhöhten Thromboserisiko, Bluthochdruck und Gewichtsproblemen müsste man sicherlich eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung treffen. Im Falle einer HRT wäre eine transdermale Östrogengabe zu bevorzugen, kombiniert mit einem Gelbkörperhormon. Ob dies in Ihrem ganz individuellen Fall vertretbar wäre, sollten Sie Ihrem Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin und mit Ihrem Nephrologen und ggf. einem Gerinnungsspezialisten besprechen. Alles Gute für Sie!
schokofrosch
Guten Tag, die Beschwerden reichen von Gewichtszunahme (vor allem am Bauch), über Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, demprimierter Stimmung, Unruhe und Nervosität bis hin Schweißausbrüchen, Herzrasen und Schreckhaftigkeit/Ängstlichkeit. Meine Endokrinologin sagte was von bioidentischen Hormonen? Was ist das? Der Nephrologe sagte, dass man, weil ich immer wieder in den nephrotischen Bereich komme, das Thromboserisiko mitbetrachten muss. Und es wäre möglich, dass eine Hormongabe die Krankheitsaktivität der Autoimmunerkrankung noch triggert. Von den Beschwerden würde ich es gern anders haben wollen, will aber eben auch keine Thrombose oder weitere noch öftere Schübe riskieren.
Bei bioidentischen Hormonen handelt es sich um Hormonpräparate, die den Hormonen, die vom Körper produziert werden, chemisch entsprechen. Darunter fallen z.B. (transdermales) Estradiol und Progesteron. Ihre Beschwerden könnten sicherlich mit einer menopausalen Situation in Zusammenhang stehen und möglicherweise günstig durch eine Hormonersatztherapie beeinflusst werden. WIe bereits geschrieben, müsste in Ihrem Fall eine sehr strenge Risiko-Nutzen-Abwägung einer Hormonersatztherapie vorausgehen. Die Dosierung sollte dann sicherlich so gering wie möglich sein. Die Entscheidung dafür oder dagegen können aber nur Sie allein in Absprache mit Ihrer Frauenärztin treffen. Alles Gute!