Sina236
Guten Tag, nachdem ich einen auffälligen Abstrich hatte, PAP III D2 und HPV High Risk, Verdacht auf CIN 2, hatte ich ich nun eine Kolposkopie. Während der Untersuchung wurde die Ärztin immer ernster, was mich sehr verunsichert hat. Es war wohl schon mehr als die Hälfte des Gewebes des Gebärmutterhales betroffen und auffällige Veränderungen auch schon ohne Auftragen der Lösung sichtbar. Es wurden Mosaik- und spiralförmige Strukturen beschrieben. Es hat außerdem direkt angefangen zu bluten und weiterhin im Verlauf. Es wurden drei Gewebeproben entnommen. Die Ärztin möchte den Befund, der in zwei bis drei Wochen da ist, persönlich mit mir besprechen und ich soll ihn nicht erfragen oder anfordern. Kann das trotzdem nur eine "harmlose" Vorstufe sein? Wenn man jetzt invasiven Krebs vermuten würde, hätte man mich dann direkt zu weiteren Untersuchungen geschickt? Ich hatte während der letzten 6 Monate drei frühe Fehlgeburten. Kann es da einen Zusammenhang geben? Es wurden ansonsten alle relevanten Untersuchungen zur Abklärung der Fehlgeburten durchgeführt, alles ohne Befund. Wenn es einen Zusammenhang zwischen Fehlgeburten und der Krebsvorstufe(?) gibt, muss es dann schon fortgeschrittener, mehr als eine Vorstufe, sein? Ist damit zu rechnen, dass eine Konisation ausreicht und wir einige Monate später wieder dem Kinderwunsch nachgehen können? Danke für die Beantwortung!
Guten Tag, durch die Kolposkopie erfolgt ja eine ganz genaue, gezielte Beurteilung des Gebärmutterhalses. Währenddessen werden mit der einer speziellen Färbung genau die Areale ermittelt, aus welchen Proben entnommen werden sollten um festzustellen, ob höhergradige Veränderungen vorliegen. Die Untersuchung erfordert höchste Konzentration, das könnte auch schon ein Grund für den ernsten Blick der Ärztin sein. Wenn Gewebeproben entnommen werden, ist es in der Regel üblich, die Ergebnisse persönlich zu besprechen. Das eigenständige Anfordern oder Erfragen der Befunde kann manchmal eher verwirrend oder auch unnötig beunruhigend sein, deshalb ist es besser, die Befunde in einem persönlichen Gespräch mit der behandelnden Ärztin zu besprechen. Diese ungewisse Zeit kann belastend sein, aber letztendlich kann nur nach der Auswertung der feingewerblichen Untersuchung eine sichere Aussage über den Grad der Auffälligkeit und das empfohlene Prozedere gemacht werden. Dass Sie zuletzt 3 Fehlgeburten hatten, tut mir leid. Ein Zusammenhang mit den Zellveränderungen am Gebärmutterhals ist jedoch äussert unwahrscheinlich. Wenn eine Konisation nötig sein sollte, ist nach Abschluss der Heilung eine Schwangerschaft in der Regel möglich. Wann der Kinderwunsch genau realisiert werden kann, hängt wiederum vom Ausgangsbefund, der Heilung und den weiteren Kontrollen ab. Ich wünsche Ihnen alles Gute!
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