HannaSchmidt
Guten Tag, gern würde ich eine Einschätzung zu meiner aktuellen Situation erfragen.Ich bin 37 Jahre alt. Vor ein paar Wochen wurde bei mir eine Osteopenie bzw. in der Wirbelsäule bereits eine Osteoporose diagnostiziert. Kurz zuvor habe ich eine Knochendichtemessung in meinen Unterlagen gefunden, die von 2020 stammt. Damals war ich 31 Jahre alt und hatte bereits eine manifeste Osteoporose (-3,9 LWS). Die Messung wurde kurz vor der Pandemie gemacht, der Befund ist daher während der Pandemie liegen geblieben und wurde mir nie mitgeteilt. Ich war also, ohne es zu wissen, 2023 mit einer ausgeprägten Osteoporose schwanger. Allerdings hatte ich keinerlei Beschwerden, keine Spontanfrakturen oder Ähnliches. Als der alte Befund nun wieder aufgetaucht ist, wurde eine neue Knochendichtemessung durchgeführt. Dabei zeigte sich weiterhin eine deutlich reduzierte Knochendichte, die Werte haben sich jedoch im Vergleich zu 2020 sehr verbessert (-2,8 LWS). Warum das so ist, ist unklar, könnte aber wohl mit dem erhöhten Ostrogenspiegel in der Schwangerschaft zusammenhängen. Zudem habe ich 17 Monate gestillt und in der Zeit immer Calcium und Vitamin D genommen. Aufgrund des sehr frühen Auftretens der Ostheoporose wurde ich zu einem endokrinologischen Spezialisten für Knochenerkrankungen bei „jungen“ Menschen überwiesen. Mein Knochenstoffwechsel ist zwar nicht optimal, die Werte liegen jedoch überwiegend im unteren Referenzbereich. Grund für die schlechte Knochendichte ist wohl eine familiäre Vorbelastung und eine vegane Ernährung über viele Jahre. Ein Nebenbefund war allerdings ein relativ hoher Langzeitblutzuckerwert (5,6). Der ist zwar gerade noch im Referenzbereich, aber obwohl ich schlank bin, mich viel bewege, nicht rauche und normal esse wurde ich nun an einen Diabetologen überwiesen, um einen Insulinresistenztest durchführen zu lassen. Der Termin ist übernächste Woche. Zusätzlich wurde festgestellt, dass meine Eizellreserve eingeschränkt ist (AMH 0,28). Daher hat mir eine Gynäkologin aus meinem Bekanntenkreis geraten, möglichst zeitnah erneut schwanger zu werden. Das haben wir versucht, und es hat es sofort geklappt. Ich bin jetzt in der 5. Schwangerschaftswoche. Meine Fragen sind also: - Welche Risiken bestehen durch die Osteoporose für die Schwangerschaft? Kann ich trotz der Diagnose spontan entbinden oder ist eher ein Kaiserschnitt zu empfehlen? - Macht ein Insulinresistenztest in der 7. Schwangerschaftswoche überhaupt noch Sinn, oder hat sich der Zuckerstoffwechsel in der Frühschwangerschaft bereits so stark verändert, dass der Test nicht mehr aussagekräftig ist?Welche Auswirkungen hätte eine Insulinresistenz auf die Schwangerschaft? In meiner letzten Schwangerschaft hatte ich keinen Diabetes, eher das Gegenteil- mein Blutzucker war häufig sehr niedrig, wodurch ich öfters mal Schwindel und Übelkeit hatte. -Beim Osteologen wurde außerdem festgestellt, dass meine Eisenwerte im Grenzbereich liegen. Mein Hämoglobin beträgt 12,4 g/dl, das Ferritin 22 ng/ml. Da ich aktuell eine relativ hohe Dosis Calcium einnehme und zusätzlich versuche, mich sehr calciumreich zu ernähren, bin ich unsicher, wie wirksam Eisenpräparate überhaupt wären. In meiner letzten Schwangerschaft hatte ich zu Beginn sehr gute Werte (Hb 15, Ferritin 90), am Ende lag mein Hb jedoch nur noch bei 9. Deshalb wäre es mir wichtig, meine Eisenspeicher frühzeitig aufzufüllen. Allerdings vertrage ich Eisentabletten nicht besonders gut. Haben sie einen Tipp wie ich vorgehen kann? - Ich habe außerdem eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nehme derzeit 75 µg L-Thyroxin. Mein aktueller TSH-Wert liegt bei 5,2. Sollte ich die Dosis eventuell schon etwas erhöhen? In meiner letzten Schwangerschaft musste sie auf 200 µg gesteigert werden. Meine Frauenärztin hat leider erst in zwei Wochen einen Termin frei, da sie meint, dass ein Ultraschall vor der 7. oder 8. Schwangerschaftswoche wenig sinnvoll sei. Einen Termin beim Orthopäden habe ich erst in vier Wochen. Mein Hausarzt verweist mich wiederum an die Gynäkologin. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich zeit nehmen, würden meinen langen Text zu lesen und meine vielen Fragen zu beantworten. Vielen Dank für ihre tolle Arbeit in diesem Forum!!
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