chiliwhooz
Sehr geehrter Herr Dr. Radke, mein gestilltes Baby ist jetzt 7 Monate alt. Mit ca 4 Wochen sind erstmals blutige Schleimfäden im Stuhl aufgetreten. Ich habe damals ca 4 Wochen lang auf Kuhmilch verzichtet ohne dass sich am Zustand was geändert hätte. Auf Anraten einer sehr alternativen Hebamme habe ich nach diesen 4 Wochen zusätzlich noch auf glutenhaltiges Getreide, Hühnerfleisch und weitere Lebensmittel verzichtet. Zudem habe ich dem Kind Probiotika verabreicht. Daraufhin trat innerhalb von 10 Tagen eine Besserung ein. Ích habe dann schrittweise alle Lebensmittel wieder eingeführt, seit Mitte Jänner auch Kuhmilch. Das Kind erhält seit Beginn des 5. Lebensmonats Beikost, akzeptiert allerdings nach wie vor nur eine - sehr große - Beikostmahlzeit am Tag. Vor zirka einem Monat habe ich begonnen, kleine Mengen glutenhaltige Getreide in die Beikost einzuführen, seit zwei Tagen auch Hühnerfleisch. Nun hat sich seit ca einer Woche die Stuhlkonsistenz bei plötzlich häufiger Frequenz (es sind auch reine Muttermilchstühle dabei) wieder sehr verschlechtert und heute war wieder ein langer Schleimfaden mit blutigen Sprenkeln- der Farbe nach eindeutig aus einem der hinteren Darmabschnitte - dabei. Nun ist für mich die Frage, wie ich weiter vorgehen soll - selber auf Kuhmilch verzichten, die von der Hebamme als kritisch ausgemittelten Lebensmittel aus dem Speiseplan streichen oder weiter zuwarten und auf eine weitere Beikostmahlzeit bestehen ? Kann es wirklich sein, dass eine Kuhmilchintoleranz erst 6 Wochen nach der Wiedereinführung in den Speiseplan der Mutter (in der Beikost war bisher kein einziger Milchbestandteil enthalten) Symptome zeigt ? Kann die plötzlich häufige Stuhlfrequenz auch mit dem Zahnen zusammen hängen ? Ich entschuldige mich für meine Ausführlichkeit, wüsste aber nicht, wie ich die komplexe Sachlage kürzer darstellen hätte sollen.. Herzlichen Dank für Ihre Antwort !
Lesen Sie die zahlreichen Beiträge zu diesem Thema. Es ist keineswegs sicher, dass es sich um eine Kuhmilchunverträglichkeit handelt, vielfach sind die Stühle einfach zu hochfrequent und sauer. Ich halte von den Empfehlungen nichts und schlage vor, konsequent die Beikost weiter aufzubauen. Im Alter von 8 Monaten sollte dann nur noch eine Milchmahlzeit und 3 (-4) x Beikost gegeben werden. Wenn dann immer noch Blut im Stuhl ist, dann hat das andere Gründe, die weiter abgeklärt werden müssen. Eine frühere Gluteneinführung ist z. B. sogar sinnvoll, da die Zöliakie, falls sie eintreten sollte, nicht verhindert werden kann, sondern nur später auftritt. Das hat aber nichts mit dem Blut im Stuhl zu tun. Gruss S. Wirth
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