Hallo zusammen, Ich hoffe auf den Rat von Ergotherapeuten hier im Forum. Es geht um meinen 3,5-jährigen Sohn. Er ist ein sehr sensibles Kind und im Alltag super schnell reizüberflutet. Besonders Licht, laute Geräusche, Veränderungen und Übergänge im Tagesablauf fallen ihm extrem schwer. Im Kindergarten zieht er sich eher zurück, klammert sich an die Erzieher und findet kaum Anschluss zu anderen Kindern, obwohl er eigentlich gerne mitspielen würde. Die Kita hat inzwischen sogar das Thema Eingliederungshilfe angesprochen. Wir haben seine Zeit dort schon auf 3 Stunden täglich verkürzt, aber das hat leider gar nichts gebracht. Zuhause bricht mittlerweile täglich (oft mehrmals) die absolute Hölle aus. Wenn er wütend oder frustriert ist, weil etwas nicht klappt oder ich "Nein" sage, rastet er komplett aus. Er ist dann in seiner eigenen Welt und überhaupt nicht mehr ansprechbar. Das Schlimmste ist, dass er sich dabei selbst verletzt: Er haut seinen Kopf voller Wucht auf den Boden und schreit auch, dass er sich wehtun will. Wutkissen oder gutes Zureden bringen gar nichts, er lässt sich kaum beruhigen. Für mich wirkt es fast so, als bräuchte er diesen extremen Schmerz oder Druck am Kopf, um überhaupt wieder runterzukommen. Wir waren vor Kurzem bei einer Psychologin. Die meinte nur, er sei sozial-emotional überfordert. Als ich das Thema Ergotherapie ansprach, winkte sie ab: Das sei angeblich erst im Vorschulalter dran, wenn Kinder den Stift nicht richtig halten können. Ich habe mich jetzt aber belesen und genau das Gegenteil herausgefunden: Dass Ergotherapie eben auch bei Wahrnehmungsstörungen, Reizüberflutung und extremen Gefühlen im Kleinkindalter hilft. Wie seht ihr das als Fachleute? Macht Ergotherapie in unserem Fall Sinn? Und wie kann ich den Kinderarzt am besten davon überzeugen, uns ein Rezept auszustellen, wenn die Psychologin so quergestellt hat? Vielen Dank für eure Hilfe!