Angel73
Lieber Dr. Posth,mein Sohn,2J10M,erzählte kürzlich zwei Geschichten,die nicht wahr sind.Ich weiß zum einen nicht,wie ich es einordnen soll, und zum anderen nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll.1)"Wenn etwas nicht klappt, schimpft die Mama immer."Ich hab noch nie mit ihm geschimpft,wenn etwas nicht gleich funktioniert.Ganz im Gegenteil,ich tröste, sage "Macht doch nichts",ermutige ihn,es nochmal zu probieren (er ist im Moment noch etwas frustrationsintolerant, was kann man da machen?).2)"Immer wenn die Mama den Tim (kl Bruder,7M) tritt,weint er."In unserer Familie gibt es nichts dergleichen,kein Klaps,keins auf die Finger o.Ä.Ich hab ihn gefragt,ob ich ihn schon mal gehauen oder getreten hätte?Daraufhin meinte er Nein.Ich wiederum, dass er so etwas dann auch nicht sagen dürfe.Woher kommt das nur?Normale Phantasien?Gehen viel auf ihn ein (manchm denke ich zu viel),viel Liebe,gibt aber auch mal ein ernsteres Wort,trotzt gerade,LL gut.Danke!
Stichwort: Wahrheit und Lüge Hallo, tatsächliche Geschehnisse und erdachte Dinge gehen bei den Kleinkindern häufig durcheinander, weil sie im Gehirn den gleichen Weg nehmen. Wenn Sie sich an etwas erinnern und sich ein Szene vorstellen, dann bemühen Sie dieselben Zellen und Netzwerke in Ihrem Gehirn, die auch bei dem tatsähclichen Geschehen aktiviert worden sind. Sie sagen sich aber sofort, das eine entspricht jetzt der Wahrheit und das andere ist hinzu gedichtet. Dafür haben Sie schon eine Entscheidungsinstanz. Aber sie fragen sich natürlich, woher Ihr Sohn überhaupt solche Ideen hat, wo doch zu Hause derartiges nicht stattfindet. Das ist ganz einfach: aggressive Fantasien hat jeder Mensch und da braucht er gar keine Vorbilder zu bemühen. Sie müssen nur einmal sehen, wie Kinder mit ihren Übergangsobjekten umgehen. Das ist kein kopiertes Elternverhalten, sondern das ist Ausdruck angeborener Verhaltensmuster. Insofern kann ich auch nicht verstehen, warum es im Augenblick eine Tendenz in der Wissenschaft der menschlichen Sozialität gibt, die erklären möchte, dass es im Menschen keinen Aggressionstrieb gibt. Aber Sie dürfen ruhig sagen, dass Sie als Mutter oder Vater genau wissen, wie es in Wirklichkeit ist und das die Behauptung Ihres Sohnes nur ein Gedankenspiel sei. Das müssen Sie natürlich ein bisschen in einfachere Worte kleiden. Viele Grüße
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