Mitglied inaktiv
Unseren Sohn (20 M.) haben wir vorallem im ersten Lebensjahr in starker Anlehnung an Jean Liedloff's "Continuum-Concept" begleitet (permanenter Körperkontakt, stillen nach Bedarf, Familienbett, prompte Bedürfnisbefr.usw.). Wenn er drei Jahre alt wird, möchten wir ihn in den Kindergarten eingewöhnen. Eine sanfte Ablösung ist hier nur im Waldorfkindergarten möglich. Der Informationstag hat mir sehr gut gefallen, da die Betreuerinnen wirklich den Eindruck vermittelten, dass das Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Nun würde ich gerne wissen, was Sie von Waldorfpädagogik, vorallem im Schulalter halten. Früher war ich immer "gegen" diese Schulform, da ich kein "Außenseiterkind" haben wollte. Doch heute weiß ich nicht, ob es besser ist, ein glückliches, ohne Schul- und häuslichen Druck aufgewachsenes Kind zu haben.
Hallo, die Steiner´sche Lehre deckt sich ganz und gar nicht mit meiner empirisch-naturwissenschalftlichen Betrachtungsweise der frühkindlichen (u.a. gesamten kindlichen) Entwicklung. Insofern bin ich da auch kein guter Ansprechpartner. Abgesehen von den weltanschaulichen Unterschieden der Lehren gibt es auch ganz konkrete Unterschiede im Umgang mit den Kindern und in ihrer Entwicklungsbeurteilung. Da von den Eltern, die ihre Kinder in eine Waldorfschule schicken, ewartet wird, dass sie sich zumindest im Grundsatz mit anthroposophischen Ansschauungen von R. Steiner auseinandergesetzt haben und diese auch akzeptieren, müssen sie selbst für sich entscheiden, ob sie ihre Kinder in eine solche Schule geben. Ich kann da weder abraten noch zuraten. Ein Außenseiterkind muss ein Kind wegen Waldorfpädagogik aber nicht werden. Da können Sie selbst gegensteuern. Viele Grüße
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