Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Weiter Schreiattacken brauchen dringend Ihre Hilfe?

Frage: Weiter Schreiattacken brauchen dringend Ihre Hilfe?

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Hallo Herr Posth, ich hatte Ihnen bereits am 16.5. zum Thema Schreiattacken nachts geschrieben. Leider wird das Problem immer schlimmer, nun täglich. Jannik schläft problemlos ein, wacht nach spätestens 1,5h schreiend auf. Er ist motorisch völlig unruhig, strampelt, hüpft mit dem Po, wälzt sich und findet trotz extremer Müdigkeit keinen Schlaf. Er schreit in Rückenlage (nicht nur nachts). Ibuprofen hilft (Kann ich doch aber nicht täglich geben!), Viburcol weniger. Familienbett nutzt auch kaum noch. In den letzten Nächten ist auch aufgefallen, dass sein Bauch gebläht ist und er nach dem Pupsen etwas entspannt. Wir haben aber nur die Marke vom Morgenfläschen (7 Uhr) gewechselt. Kann das der Grund sein? Der Zahn ist nunmehr durch und Jannik zieht sich jetzt in den Stand hoch. U6 unauffällig, KÄ riet zum Ferbern. Ergebnis nach 2 schlimmen Versuchen: Kind ist nach 20min völlig nass geschwitzt und fast panisch. Jetzt plagt uns auch noch das schlechte Gewissen. Ich brauche dringend Hilfe!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihr KiA sollte sich erst einmal um den Gesundheitszustand seines kleinenPatienten kümmern, als ihn gleich einer Tortur der Schlafkonditionierung auszusetzen. Wie ist es z.B. mit der Ernährung? Verträgt Ihr Sohn jede Kost? Nimmt er gut an Gewicht zu? Vermutlich hat er heftige Blähungskoliken, die es keineswegs nur am Lebensanfang gibt. Dadurch wäre verständlich, warum Ibuprofen hilft, was Sie aber nicht dauernd geben können. Bei Wachstum- und Gedeihstörungen ist unbedingt an eine Zöliakie zu denken, die man durch eine Blutabnahme erkennt. Aber auch eine Kuhmilcheiweißallergie kann sich ohne Durchfall und Erbrechen bemerkbar machen. Schließlich gibt es die enteralen Dysbiosen, die man durch spezielle Stuhluntersuchungen abklärt und mit Probiotika behandelt. Also bitte sprechen Sie Ihren KiA noch einmal auf diese Untersuchungen an. Viele Grüße


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