Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Von Loslösung keine Spur

Frage: Von Loslösung keine Spur

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Lieber Herr Dr. Posth, hoffentlich hatten Sie ein schönes Weihnachtsfest. Unser Kleiner ist kürzlich zwei geworden und Papa darf gar nichts (mehr). Trotzdem wir uns die Betreuung teilen, da wir selbständig von zuhause arbeiten, war ich von Anfang an die Hauptbezugsperson mit Zubettbringen, Füttern, mein Mann hat aber gewickelt, angezogen. Wir haben lange gestillt, letztens aber nur noch selten. Wir haben ihn nie schreien gelassen, keine Fremdbetreung bisher, schläft in meinem Zimmer. Seid sein heissgeliebter Onkel für zwei Monate hier war, kann sein Vater ihn nicht mehr mitnehmen, er will nie bei ihm auf den Arm, wenn ich im Supermarkt kurz um die Ecke laufe, fängt er an zu weinen, obwohl Papa neben ihm steht. Mama ist interessant, Onkel ist interessant, Papa ist total uninteressant und wird schlichtweg ignoriert. Mein Mann ist wirklich etwas langweilig, aber nett. Wie soll die Loslösung jemals klappen, mit dem öden Papa? Oder liegt das Problem woanders? Vielen, vielen Dank - Katja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Katja, wenn auch Sie schon den Vater, das heißt Ihren Mann, schon als öde bezeichnen, wie soll dann Ihr Sohn begeistert von ihm sein? Möglicherweise spürt Ihr Sohn die Abneigung, mit der Sie seinen Vater charakterisieren, und da er selbst offenbar schlecht in der Lage ist, dagegen etwas zu tun, also sich zu ändern, bleibt bei Ihrem Sohn dieser negative Eindruck haften. Der Onkel hatte da leichtes Spiel. Sie täten Ihrem Sohn und der ganzen Familie einen großen Gefallen, mit Ihrem Mann über seine Ungeschicklichkeit im Umgang mit seinem Sohn zu reden, mit dem Ziel, dass er sich selbst seiner Schwäche bewusst wird und daran etwas ändert. Viele Grüße


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